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Düsseldorf
Mutter stiftet Tochter zum Stehlen bei Nachbarn an

Düsseldorf. Mit Schmuckstücken, die sich schnell in Pfandhäusern versetzen ließen, hielt sich eine 45-Jährige im Herbst 2014 monatelang über Wasser. Nur war es nicht ihr Schmuck, sondern der ihrer Nachbarin in einer Reihenhaussiedlung. Das gestand die Frau gestern weinend vor dem Amtsgericht. Angeklagt war sie wegen Hehlerei und kam mit einer Geldstrafe davon. Sie soll ihre damals minderjährige Tochter, die bei der Nachbarin (42) als Babysitterin aushalf, angestiftet haben.

Der Goldschmuck mit Edelsteinen brachte rund 1000 Euro ein. Die Mutter habe gehofft, sie könne das Geschmeide wieder bei den Pfandhäusern auslösen und durch ihre Tochter zurückbringen lassen, bevor die Nachbarin etwas bemerkt. Das fand der Richter "nicht glaubhaft - dass eine Frau hochwertigen Schmuck über Monate hinweg nicht vermisst". Auch die alleinerziehende Nachbarin ließ das im Zeugenstand nicht gelten. Der Staatsanwalt forderte eine Bewährungsstrafe von mindestens vier Monaten, der Richter urteilte milder, verhängte 3750 Euro Strafe gegen die vierfach wegen Betruges vorbestrafte Frau.

(wuk)
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