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Düsseldorf
Nach den Skandalspielen gibt SFD-Trainer-Gespann auf

Düsseldorf. Auch die Mannschaft will nicht bleiben.

Für Mario Kentschke, Trainer des Kreis-B-Ligisten SFD 75, steht fest: "Ein Schlag hat unsere Arbeit kaputtgemacht." Damit meint er eine Schlägerei vor drei Wochen. Er und sein Co-Trainer Mohammed Baghouse sind mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Das teilten sie unserer Redaktion mit. Als Grund nannte Kentschke: "Wir haben keine Spieler mehr zur Verfügung." Schon am vergangenen Wochenende standen Kentschke bei der Partie gegen Hermes nur noch zehn Spieler zur Verfügung, so dass der 50-jährige Co-Trainer Baghouse einspringen musste.

Die Fußballmannschaft des SFD hatte zuletzt außerhalb des Fußballplatzes für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. In Hilden hatte vor vier Wochen ein Zuschauer einen SFD-Spieler geohrfeigt und es kam zu tumultartigen Szenen auf dem Platz. Eine Woche später, beim Heimspiel in Niederheid, wurde der Kapitän des SSV Erkrath auf dem Nachhauseweg zusammengeschlagen. Er erlitt einen doppelten Kieferbruch, außerdem mussten ihm sieben Zähne gezogen werden. Ortmanns kann mindestens bis Ende des Jahres nicht spielen. "Aber keiner weiß, wer ihn geschlagen hat", sagt Kentschke, und dennoch sei die Zweite Mannschaft dafür verantwortlich gemacht worden.

Der SFD hatte nach dem Vorfall die zweite Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet. Vom Bauernopfer sprechen Spieler der ersten Mannschaft. Und auch die hat sich inzwischen aufgelöst. Das teilte Mannschaftssprecher André Küster unserer Redaktion gestern mit. Pikanterweise hat die Mannschaft die Verantwortlichen beim SFD aber darüber nicht informiert. "Das überrascht nach den jüngsten Gesprächen nicht", sagt SFD-Geschäftsführerin Andrea Haupt.

Die Spieler wollen den SFD bitten, die Fußballabteilung aufzulösen, damit ihnen keine Sperre droht. Doch der Fußball soll beim SFD weitergehen. Das erklärte Haupt. Denn eine Mannschaft habe schon Interesse gezeigt, zum SFD zu wechseln.

(wa.)
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