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Düsseldorf
Stadt finanziert neue Bäume mit Spenden

Nach Ela in Düsseldorf: Stadt finanziert neue Bäume mit Spenden
Im Hofgarten wird bis April 2016 unter anderem entlang der Oederallee an der Tonhalle aufgeforstet. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. 25 Millionen Euro wären nötig, um die Schäden nach dem Pfingstorkan "Ela" so weit wie möglich zu beheben. Doch bis Mitte 2016 fließt nur knapp eine Million Euro aus dem Stadt-Etat. 1,23 Millionen Euro werden über Spenden finanziert. Von Denisa Richters

In Zeiten knapper Kassen und Herausforderungen wie Sanierungsstau bei Schulen und Unterbringung von immer mehr Flüchtlingen verliert die Wiederaufforstung nach dem Orkan "Ela", der Pfingsten 2014 große Teile des städtischen Grüns zerstörte, an Tempo. Bei den Maßnahmen, die in der Pflanzsaison 2015/2016 anstehen, greift die Stadt bei der Finanzierung vor allem in den Topf der Spenden.

Die sind reichlich geflossen: Nach Angaben der Gartenamtsleiterin Doris Törkel kamen bisher 2,85 Millionen Euro zusammen - inklusive der Verdoppelung des Landes. Daraus sollen in der kommenden Pflanzsaison, die auch die erste Entscheidende sein soll, 1,24 Millionen Euro fließen. Aus dem städtischen Etat kommen rund 915.000 Euro hinzu. Die Gesamtkosten, um Parks, Friedhöfe, Stadtwald und Straßenbegrünung einigermaßen wiederherzustellen, werden mit rund 25 Millionen Euro angesetzt, wobei vieles noch auf Schätzungen basiert. Eine Auswahl von Maßnahmen, die anstehen:

Vorher-Nachher: Sturm Ela wütete in Düsseldorf FOTO: Andreas Endermann

Hofgarten Die denkmalgeschützte Parkanlage im Zentrum Düsseldorfs ist mit rund sieben Millionen Euro Gesamtkosten angesetzt. Derzeit wird ein Parkpflegewerk aus historischen und aktuellen klimatischen Vorgaben erarbeitet. In der anstehenden Saison soll entlang der Oederallee (zwischen Tonhalle und Ehrenhof), an der Inselstraße und im östlichen Teil des von Maximilian Weyhe entworfenen Parks gepflanzt werden: 90 Bäume, 2500 Quadratmeter Stauden und Sträucher sowie das Doppelte an Rasen stehen auf dem Programm der Stadtgärtner. Finanziert wird das mit 545.000 Euro aus Spenden.

Rheinpark Für 159.000 Euro Spenden werden 74 Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 30 Zentimetern gepflanzt - so, dass die Gestaltungsidee Walter von Engelhardts wieder erkennbar werden.

Ela 2014: Sturmschäden in Düsseldorf von oben FOTO: Hans Blossey

Schlosspark Benrath Die Insel, die französischen und englischen Gärten, Parkwald, Rasen und Wege sollen für 258.200 Euro wiederhergestellt werden.

Zoopark Von Spendengeldern in Höhe von 187.400 Euro werden bis April 2016 Gehölzbereiche wiederhergestellt und einzelne Bäume gepflanzt. Die Gesamtkosten sind hier mit 1,6 Millionen angesetzt.

Ständehauspark Für 77.500 Euro, davon 62.500 Euro Spenden, werden einzelne Bäume gepflanzt. Insgesamt wird der Kostenrahmen auf 400.000 Euro geschätzt.

Rheinpark Heerdt 273.000 Euro sind laut Schätzungen nötig, um die Anlage wiederherzustellen, bis April 2016 sollen 50.000 Euro Spenden fließen, um Bäume zu pflanzen und Beete wiederherzustellen. Volksgarten Auch hier kommen ausschließlich Spenden zum Einsatz: Für 60.179 Euro werden in den nächsten Monaten Bäume gepflanzt, der Gesamtaufwand wird auf 290.000 Euro geschätzt.

Straßenbäume 3224 Bäume im Straßenraum hat "Ela" zerstört, bis April 2016 werden in der gesamten Stadt 400 neue Bäume gepflanzt - für 233.349 Euro. Insgesamt sind damit 43 Prozent ersetzt. Die Gesamtkosten liegen bei acht Millionen Euro.

Stadtwald Insgesamt 30.000 neue Bäume werden gepflanzt, davon 20.000 in Aaper und Grafenberger Wald, je 5000 in Eller, Benrather, Hasseler Forst sowie in Kalkumer Forst und Überanger Mark. 55.000 Euro stehen im städtischen Etat.

Quelle: RP
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