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Düsseldorf-Süd
Nachbarstädte setzen weiter auf Radschnellweg

Düsseldorf-Süd. Die Grünen im Landtag sorgen sich um das Projekt. Der Weg führt von Neuss über den Stadt-Süden nach Monheim und Langenfeld. Von Petra Czyperek

Monheim Was wird nach der Abwahl von Rot-Grün im Düsseldorfer Landtag aus dem geplanten Radschnellwegenetz in der Region? Die Grünen - jetzt in der Opposition - sorgen sich um eines ihrer Vorzeige-Projekte und stellten deshalb eine entsprechende Anfrage an die neue Landesregierung.

Vorgesehen im neuen Wegenetz ist unter anderem ein 31 Kilometer langes Teilstück von Neuss über Volmerswerth und Wersten und Benrath weiter bis Garath mit Abzweigungen nach Langenfeld und Monheim. Andreas Apsel, Fachbereichsleiter Bauwesen im Monheimer Rathaus, ist gelassen. "Wir sind davon nicht abhängig. Monheim hält an seinen Plänen fest." Monheim ist bereits zum Jahreswechsel 2016/17 aus der Planungsgruppe ausgestiegen und baut rund sechs Kilometer Radschnellweg durch Monheim in Eigenregie, damit nicht zu einem späteren Zeitpunkt frisch sanierte oder umgebaute Straßen wieder aufgerissen werden müssen. Apsel: "Er ist Teil unseres Radwegekonzeptes." Auch wenn sich die politischen Gegebenheiten geändert haben, will die Kommune ihr Teilstück bis 2021 fertig stellen. So werde der Radschnellweg nicht nur beim gerade im Bau befindlichen Kreisverkehr an der Niederstraße (Foto) berücksichtig, sondern auch 2018 beim neuen Mini-Kreisel Landecker Weg in Baumberg.

Man halte sich dabei an die Planung der Arbeitsgemeinschaft. Eine zentrale Achse der Nord-Süd-Verbindung werde die Baumberger Chaussee sein. Dort müsse sich Monheim aber mit dem Landesbetrieb Straßen abstimmen, weil die Strecke in Teilen der Kommune und in Teilen dem Landesbetrieb zugeordnet sei, informierte Andreas Apsel. Auch wenn die Kommunalpolitiker den groben Rahmen schon abgesteckt hätten, müsse jede zukünftige Baumaßnahme vom Planungsausschuss noch einmal abgesegnet werden. In Langenfeld verläuft der geplante Radschnellweg über 2,5 Kilometer von der Berghausener Straße über einen Fußweg, der zur Wolfhagener Straße führt und später in einen Feldweg mündet bis nach Hellerhof. Dieses Teilstück soll ausgebaut werden. Baustart sei in zwei Jahren, sagt Tiefbauamtschef Franz Frank. Derzeit kläre man mit dem Landesbetrieb Straßen NRW, wie die Planung fortgesetzt werde. Vorgesehen sei eine gemeinsame Verwaltungsvereinbarung mit den Baulastträgern Straßen NRW und den Kommunen über Finanzierung und gemeinsame Planung, informierte Ingrid Scholz, Sprecherin des Landesbetriebes. Eine Entscheidung stehe noch aus.

Der hiesige Radschnellweg sei eine wichtige Verknüpfung zur Uni Düsseldorf. "Deshalb muss die Einheit erhalten bleiben", sagt Franz Frank. Er geht - auch mit einer CDU/FDP-Regierung - weiterhin von einer Förderung durch das Land aus. Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) bewertet die Radschnellwege als einen Baustein zur Lösung von Verkehrsproblemen.

Bisher sieht das Land eine Förderung der Radautobahn mit 80 Prozent der Kosten vor. Monheim will aber - trotz des Austritts aus der Planungsgruppe - eine Förderung beantragen. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde ein Investitionsvolumen von 8,6 Millionen Euro für die Strecke in der Stadt ermittelt. Die geschätzten Gesamtkosten für den Radschnellweg von Neuss über Urdenbach und Benrath bis zur Berghausener Straße in Langenfeld betragen 47 Millionen Euro, sagt Ingrid Scholz vom Landesbetrieb.

Quelle: RP
 
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