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"Weihnachtssingen" in der Tonhalle
Nachwuchsmusiker erobern die Bühne
"Weihnachtssingen" in der Tonhalle: Nachwuchsmusiker erobern die Bühne
Festlich war die Stimmung in der Tonhalle beim traditionellen „Weihnachtssingen“. Erstmals war auch der Chor der Internationalen Schule Düsseldorf bei dem Konzert mit dabei und sang Weihnachtslieder aus verschiedenen Ländern. FOTO: Endermann, Andreas
Düsseldorf. Beim "Weihnachtssingen" in der Tonhalle waren 200 Kinder und Jugendliche aus der ganzen Region dabei. Von Laura Ihme

Eigentlich ist Weihnachten ja erst in zwei Wochen. Beim traditionellen "Weihnachtssingen" in der Tonhalle am Sonntag hätte man jedoch meinen können, es sei schon Heiligabend: Rund 200 Kinder und Jugendliche präsentierten im feierlich geschmückten Saal Lieder und Musikstücke rund um das Fest der Liebe – und das nicht allein: Denn auch das gut gelaunte und elegant gekleidete Publikum sang textsicher die Weihnachtslieder mit.

"Mit dem Weihnachtssingen möchten wir junge Menschen an die Bühne heranführen und ihnen die Möglichkeit geben, vor einem großen Publikum zu spielen. Mit dem Programm möchten wir außerdem das weihnachtlich-christliche Brauchtum fördern", sagt Edmund Spohr, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine (AGD). Bereits zum 27. Mal hatte diese in Zusammenarbeit mit der Tonhalle das Weihnachtssingen mit jungen Chören und Orchestern organisiert und zuvor geladene Gäste bei einem Empfang begrüßt.

Zwei Stunden lang sangen gestern Kinder und Zuschauer, begleitet von mehreren Orchestern, Weihnachtslieder wie "O Tannenbaum" oder "Schneeflöckchen". "Sie dürfen gerne mitsingen – auch mehrstimmig oder im Kanon", motivierte dabei Moderator und Programmleiter Udo Flaskamp die rund 1500 Gäste immer wieder zum Mitmachen, spielte die Orgel und gab beim "Andachtsjodler" einen Crashkurs im Jodeln.

Erstmals mit dabei war gestern auch der Chor der Internationalen Schule Düsseldorf. Er trug Weihnachtslieder aus verschiedenen Ländern vor und die Mitglieder des Chors gaben Einblicke, wie sie das wichtigste christliche Fest in ihrem Heimatland feiern. "Am Mittag des 24. Dezembers isst die ganze Familie zusammen Milchreis, in dem eine Mandel versteckt ist. Wer die dann bekommt, darf sich etwas wünschen", erzählte etwa die zehnjährige Aurora, die mit ihren Eltern aus Finnland nach Düsseldorf gezogen ist und derzeit die fünfte Klasse der Internationalen Schule besucht. In den Chor der Schule wollte sie von Anfang an: "Wir singen dort so viele verschiedene Lieder in allen möglichen Stilen. Deshalb gehe ich dort gerne hin", erzählte sie. Aufgeregt vor dem großen Auftritt in der Tonhalle sei sie jedoch nicht gewesen. "Ich habe schließlich schon einmal vor Publikum etwas aufgeführt", sagte Aurora.

Ebenfalls zum ersten Mal mit dabei war das Bläserensemble des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, das mit dem Weihnachtslied "Macht hoch die Tür" das Konzert eröffnete. "Wir haben hier schon einmal beim Familienfest gespielt. Für die Kinder ist es eine Ehre, sich einmal einer breiteren Öffentlichkeit als beim Schulkonzert zu präsentieren", sagte Susanne Münchmeyer, Leiterin des Bläserensembles, das Teil des rund 70-köpfigen Orchesters des Geschwister-Scholl-Gymnasiums ist.

Ein Mitglied des Orchesters ist auch die 14-jährige Lina. Seit der fünften Klasse spielt sie Querflöte. "Ich liebe den Klang der Querflöte." Mehrmals in der Woche hat sie in den vergangenen Monaten für den großen Tag in der Tonhalle geübt. "Deshalb ging es auch mit dem Lampenfieber, denn ich wusste, ich bin gut vorbereitet. Trotzdem war ich nervös, weil so viele Menschen zugehört haben."

Quelle: RP/jco
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