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Düsseldorf
Närrische Eule und Oskar an beide Hoppeditze verliehen

Düsseldorf. Das Rheinische Garde Corps (RGC) hat gestern im Pfarrsaal St. Maria den langjährigen Hoppeditz Tom Bauer mit der "Närrischen Eule" ausgezeichnet. Robby Stürtzer, Sitzungspräsident des RGC, begründete die Entscheidung so: "Tom ist ein sehr guter Hoppeditz." Mit der "Närrischen Eule" werden Karnevalisten ausgezeichnet, die sich besonders um den Karneval verdient gemacht haben. Von Katharina Peetz

Hoppeditz Tom Bauer selbst vermutet, dass seine Eröffnungsrede am 11.11. ausschlaggebend für die Auszeichnung gewesen sein könnte: "Die ist dieses Jahr besonders gut angekommen." Sie sei humorvoll und publikumsnah gewesen. "In den vergangenen Jahren waren die Reden oft sehr politisch und hintergründig, dieses Mal haben wir es geschafft, die Leute zum Lachen zu bringen", so Bauer. Für den Immobilienmakler ist die Zeit vor dem 11.11., in der die Rede vorbereitet werden muss, die stressigste.

Für die zweite Preisträgerin ist der Stress noch nicht vorbei. Kinderhoppeditz Jana Lehne (10) hat den zum ersten Mal verliehenen "Närrischen Jugend-Oskar" bekommen. Die Zehnjährige hat in der Session ungefähr 30 Auftritte. Etwa drei Wochen braucht sie, um ihre Rede zu lernen. Im Pfarrsaal trug sie nicht nur diese vor, sondern sang auch das Lied "Dicke Zing".

Die Wochenenden seien ein bisschen voll, sagt Mutter Svenja Lehne. Trotzdem achte sie darauf, dass der Tochter genügend Zeit für die Schule bleibe. Jana Lehne geht in die fünfte Klasse am Gymnasium. Von ihren Klassenkameraden wüssten die meisten gar nichts von ihrem "Amt": "Ich will damit nicht angeben", sagt sie. Auf die Ehrung ist sie trotzdem stolz: "Das ist toll." Es ist bereits ihre vierte Session als Hoppeditz, aber die erste Auszeichnung dieser Art. Zum rheinischen Karneval kam Jana nicht durch die Familie - Mutter Svenja Lehne ist gebürtige Stuttgarterin - sondern durch Nachbarin Barbara Oxenfort. Robby Stürtzer lobte die Ausstrahlung und das Auftreten von Jana: "Sie ist sensationell, so gut drauf, so kess." Als Belohnung gab es auch noch einen Geldpreis in Höhe von 55,55 Euro.

Im nächsten Jahr soll der "Närrische Jugend-Oskar" auf Vorschlag von Vereinen verliehen werden, zum Beispiel an Tanzgarden oder Sängergruppen. Für die erstmalige Verleihung des Jugendpreises habe aber die Kombination aus Erwachsenen- und Kinder-Hoppeditz gut zusammengepasst, so Stürtzer.

Quelle: RP
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