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Düsseldorf
Namensdebatte war Streitthema bei Flughafen-Empfang

Düsseldorf: Namensdebatte war Streitthema bei Flughafen-Empfang
Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender Lufthansa, Flughafenchef Ludger Dohm und Oberbürgermeister Thomas Geisel (v.l.) FOTO: Christoph Reichwein
Düsseldorf. Beim Neujahrsempfang sollte es eigentlich um die Kapazitätserweiterung gehen. Doch die Namensdebatte überdeckte alle Themen. Von Thorsten Breitkopf

Obwohl er im Rat der Stadt zurzeit keine Mehrheit für den Namenszusatz "Johannes-Rau-Flughafen" hat, will Oberbürgermeister Thomas Geisel an der umstrittenen Maßnahme festhalten. Am Rande des Neujahrsempfangs des Flughafens bekräftigte der SPD-Politiker seine Pläne und äußerte Hoffnung, dass einige Politiker, die heute noch gegen die Umbenennung seien, ihre Meinung ändern könnten.

Bislang heißt der Flughafen "Düsseldorf Airport", vor wenigen Jahren wurde erst der Name "Düsseldorf International" aufgegeben. Geisel betonte, dass es sich nicht um eine echte Umbenennung, sondern nur um einen Zusatz handelt. "Anderen Städten gelingt es doch auch, ihre verdienten Politiker so zu würdigen", sagte Geisel. Der Flughafen von Hamburg soll bald den Namen Helmut Schmidt tragen. Köln trägt den Namen Konrad-Adenauer-Airport, München den von Franz-Josef Strauß.

Der Neujahrsempfang des Flughafens mit 600 geladenen Gästen fand erstmals nicht im Fernbahnhof, sondern im Maritim-Hotel statt. Der Fernbahnhof wird als Auffangstelle für Flüchtlinge genutzt. "Singapore Airlines hat für das neue Jahr eine Direktverbindung nach Singapur angekündigt.

Air Berlin wird vier neue Langstreckenziele in Amerika anfliegen. Im Sommer 2016 können wir den Menschen und der Wirtschaft unserer Region zum ersten Mal rund 140 Langstreckenabflüge pro Woche anbieten", sagte Flughafenchef Ludger Dohm in seinem Ausblick zum neuen Jahr. "Wir verfolgen weiter unser Ziel, im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens unsere Betriebsgenehmigung bedarfsgerecht anpassen zu können", sagte Dohm, ohne konkretere Angaben zu machen, wie wahrscheinlich die Genehmigung der Kapazitätserweiterung für den Düsseldorfer Flughafen ist.

Der Airport plant eine Steigerung der Zahl von Starts und Landungen in den Spitzenzeiten von 47 auf 60. Fluglärmgegner und Umlandgemeinden laufen dagegen Sturm. Einer Art Vorabgenehmigung der Kapazitätserweiterung hatte das Land NRW vorige Woche eine Absage erteilt.

Quelle: RP
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