| 17.36 Uhr

G20-Chaoten zerstörten sein Auto
Netz witzelt über Düsseldorfer Linken-Politiker

Hamburg/Düsseldorf. Weil sein Auto beim G20-Gipfel am Wochenende in Hamburg beschädigt wurde, regte sich ein Politiker der Düsseldorfer Linken öffentlich im Fernsehen auf – und behauptete dabei, der Linksfraktion im Stadtrat anzugehören. Doch das tut er gar nicht.  Von Laura Ihme

Stattdessen ist Christian Lützeler bloß stellvertretendes Mitglied für die Fraktion im Planungsausschuss. "Er gehört damit zur erweiterten Fraktion und natürlich nicht zur Fraktion der Linken selbst", sagt Angelika Kraft-Dlangamandla, Sprecherin der Linksfraktion im Rat.

Im Eifer des Gefechts habe sich Lützeler deshalb vermutlich einfach versprochen. Das sei kein Drama, so die Politikerin, man habe mit Lützeler gesprochen und ihn daran erinnert, dass er nicht für die Fraktion sprechen könne. 

Missverständlich ausgedrückt

Das habe er auch gar nicht getan, sagte Lützeler auf Anfrage unserer Redaktion. "Es könnte sein, dass ich mich in der Extremsituation mit zerstörtem Auto missverständlich ausgedrückt habe", so Lützeler. Er sei Mitglied der erweiterten Fraktion, Bürgermitglied für die Linke im Planungsausschuss und sei vorher lange für die SPD Mitglied in der linksrheinischen Bezirksvertretung 4 gewesen. Den Trubel um den Vorfall verstehe er nicht.

Tatsächlich wurde der Videoausschnitt mit Lützelers Aussage, in der er sich auch über die Polizei ärgert, bereits mehr als 180.000 Mal auf Facebook angeschaut. Gestreut wurde das Video offenbar auch von AfD-Sympathisanten. Vielfach witzelten Nutzer darüber, dass ausgerechnet einem Politiker der Linken von linken Krawallmachern das Auto zerstört wurde. Im Düsseldorfer Umfeld fragte man sich dagegen, woher nun dieses neue Mitglied der Linksfraktion stamme. 

Für die Fraktion selbst ist die Angelegenheit jetzt jedoch geklärt: Man habe mit Lützeler gesprochen und die Dinge wieder geradegerückt. 

 
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