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Düsseldorf
Neue Flüchtlingsunterkünfte in vier Stadtbezirken

Düsseldorf: Neue Flüchtlingsunterkünfte in vier Stadtbezirken
"Wir müssen auf die gestiegene Zahl an Zuweisungen reagieren", sagt die Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch. FOTO: Bretz, Andreas (abr)
Düsseldorf. Wegen der steigenden Zahl an Flüchtlingen kündigt die Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch weitere Unterkünfte an. In vier Stadtbezirken - 2, 3, 6 und 9 - sollen vorübergehend Standorte eingerichtet werden.

Koch erläutert am Dienstag und am Donnerstag den Fraktionsspitzen der jeweiligen Bezirksvertretung die Pläne, anschließend werden die Standorte der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Grund ist, dass in ganz NRW wieder mehr Flüchtlinge ankommen und auch Düsseldorf entsprechend mehr Menschen unterbringen muss. Die Prognose liegt derzeit bei 900 Neuankünften pro Monat, Ende des Jahres war die Zahl auf rund 600 gefallen. "Darauf müssen wir reagieren", sagt Koch.

Zugleich betont die Flüchtlingsbeauftragte, dass man auf die Sperrung von Turnhallen für Flüchtlinge nach Möglichkeit verzichten will. "Das soll nur in Notfällen passieren", sagt Koch. Die kürzlich belegte Halle in Unterrath wird in diesen Tagen wieder geräumt, derzeit sind damit in der Landeshauptstadt keine Turnhallen belegt. Bei neuen Engpässen ist angedacht, die Belegung der Unterkünfte in Modulbau vorübergehend zu erhöhen und Drei- statt Zweibettzimmer einzurichten.

Die Stadt Düsseldorf bringt zudem jetzt auch Flüchtlinge in der Messehalle unter, in der zuvor seit dem Sommer das Land eine Notunterkunft eingerichtet hatte. Allerdings will man die Zahl der Plätze deutlich reduzieren. Das Land hatte bis zu 800 Menschen in der Halle untergebracht, die Stadt will dort 200 bis 300 Betten aufstellen.

Die Planungen für weitere feste Unterkünfte laufen. Die Stadt hatte in der vergangenen Woche die Standorte für sieben weitere Modulanlagen angekündigt. Zudem mietet das Amt für Gebäudemanagement laufend Immobilien für Unterkünfte an.

(arl)
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