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Düsseldorf
Neue Kunstwerke für den Lantz'schen Park

Düsseldorf. Politiker der Bezirksvertretung 5 wollen zudem wissen, wo entfernte Skulpturen abgeblieben sind. Von Julia Brabeck

Die Mitglieder der Bezirksvertretung 5 setzen sich seit zwei Jahren für eine künstlerische Gestaltung des Lantz'schen Parks ein. Sie würden gerne die Grünanlage durch Skulpturen aufwerten und haben deshalb nun einen Antrag der CDU-Fraktion an die Stadtverwaltung gerichtet, in dem diese aufgefordert wird, ein Gesamtkonzept "Kunst im Park" zu erstellen.

Dabei soll eine Bestandsaufnahme der noch vorhandenen Kunstwerke erfolgen und die Fragen geklärt werden, welche Sanierungsmaßnahmen für diese nötig wären und was das kosten würde. Zudem möchten die Bezirkspolitiker, dass nachgeforscht wird, wo sich ehemalige Kunstwerke des Parks befinden. "Es ist völlig unverständlich, warum hier Skulpturen entfernt worden sind. Daher sollen diese entwendeten Kunstwerke wiederbeschafft und in den Park zurückgeführt werden", macht Michael Thimm (CDU) deutlich.

Dabei soll es aber nicht bleiben. Die Politiker wollen noch zusätzliche Kunstwerke in dem großen Park aufstellen. Die Verwaltung wird deshalb aufgefordert, die Idee ,Kunst im Park' in der Kunstszene zu bewerben und mögliche Interessenten zu gewinnen, die sich beziehungsweise ihre Kunstwerke ebenfalls einbringen wollen. Um das Interesse an den Kunstwerken zu verstärken, wollen die Lokalpolitiker vor jede Plastik ein Hinweisschild montieren lassen.

Vor einigen Jahrzehnten war der Park bereits ein großer Skulpturengarten. Der Galerist Alfred Schmela, an dem die Villa Lantz in den 1970er Jahren vermietet wurde, hatte zahlreiche zeitgenössische Plastiken unter anderem von Joan Miró und Alexander Calder im Park aufgestellt, in dem sich bereits Skulpturen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts befanden. 1980 verstarb Schmela und seine Tochter verkaufte bis 2008 alle Skulpturen bis auf zwei Arbeiten, die sie der Stadt Düsseldorf stiftete. Dabei handelt es sich um "Attic" von Kenneth Capps, die aus Eisenbahnschwellen und Stahlträgern besteht, und die Aluminiumarbeit "Ohne Titel" von Erwin Heerich.

(brab)
 
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