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Düsseldorf
Neue Musikformate fürs Stahlwerk

Düsseldorf. Vor 23 Jahren standen sie schon mal an diesem Ort und hofften, ihren Idealismus in die Wirklichkeit katapultieren zu können. Stefan Prill und Henry Storch starteten damals an der Ronsdorfer Straße mit dem Kraftwerk, das schon sehr bald Stahlwerk hieß, und wollten ganz viel Subkultur nach Düsseldorf bringen. Mindestens mehr und besser gemischte Konzert- und DJ-Veranstaltungen sollen es nun werden, wenn die beiden wieder zusammenarbeiten. Prill ist nach wie vor Chef des Stahlwerks, Storch hat in der Zwischenzeit mit dem Label Unique internationalen Ruhm gesammelt. Und beide haben in Najib Belgacem alias Ben einen weiteren passenden Partner aufgetan.

Neben besonderen Konzerten - unter anderem Brand New Heavies (21. Mai) und De La Soul (18. Juni) - stehen Abende namens "Different Strokes" im Mittelpunkt des neuen Konzepts. "Wir wollen Szenen verbinden und Freunden mit unterschiedlichen Musikgeschmäckern ermöglichen, einen gemeinsamen Abend zu verbringen", erklärt Belgacem. Deshalb werden an den "Different Strokes"-Abenden Hip-Hopper und Vertreter der Elektronischen Musik, alte Soul-Kenner und junge Jazz-Musiker, Live-Bands und DJs zusammenkommen und die verschiedenen Bühnen des Stahlwerks nutzen.

Storch, der nach dem Ende seines Unique-Clubs in der Altstadt viel unterwegs war, sieht sich nun am richtigen Ort angekommen. "Die Altstadt ist verloren, aber hier in Lierenfeld, hier passiert was." Die meisten Clubs machten ihr Programm für bestimmte Zielgruppen, nun aber ginge es um die Musik. "Die bekannten Partys des Stahlwerks bleiben ja, aber es kommt eben etwas Neues dazu."

Den Auftakt des neuen Konzepts gibt es am 31. März um 20 Uhr. Dann wird der Pianist Clifford Slapper zu Gast sein, der die Biografie über Mike Garson geschrieben hat. Garson war der Pianist von David Bowie und wird dem Publikum an diesem Abend mit Anekdoten, Klavierstücken und den Beiträgen von vier Sängern präsentiert.

(hdf)
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