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Gärten
Neuer Gärtner für Schulgarten gesucht

Düsseldorf. Weil der hauptamtliche Mitarbeiter in Ruhestand gegangen ist, fürchtete der Förderverein um den Fortbestand der Anlage am Räuscherweg und schrieb an OB Elbers. Jetzt soll die Stelle neu besetzt werden. Von Christine Zacharias

Der Einsatz des Fördervereins hat sich ausgezahlt: Der Zentralschulgarten am Räuscherweg soll wieder einen hauptamtlichen Gärtner bekommen. Der Betrieb in der rund 2,5 Hektar großen Grünanlage, in der jährlich rund 4000 Düsseldorfer Schülern die Grundlagen des Gartenbaus vermittelt werden, kann weiter laufen.

Zur Erinnerung: Der einzige hauptamtliche Gärtner der Einrichtung ist vor kurzem in Altersteilzeit gegangen. Außer ihm waren nur noch der Leiter der städtischen Einrichtung, der sich in erster Linie um die organisatorischen und pädagogischen Belange kümmert, sowie ein so genannter Gartenwerker im Einsatz. Bei diesem handelt es sich um eine angelernte Kraft, einen Mann mit Handicap, der dem hauptamtlichen Gärtner seit Jahrzehnten zur Hand geht.

Weil aber nach Informationen des Fördervereins bei der Stadt zurzeit ein sechsmonatiger Einstellungsstopp besteht, befürchteten die Mitglieder des Vereins massive Einschnitte im Angebot für Schulklassen. Ausgerechnet in den für einen Gartenbetrieb wichtigen Sommermonaten könnten ohne Gärtner weite Bereiche nicht mehr ausreichend bewirtschaftet werden und müssten verwildern. So wäre etwa die Sommerblumenwiese gefährdet, die wohl eingeebnet werden müsste. "Mit zwei Leuten allein ist das Programm hier nicht zu stemmen", so Jürgen Becker, der Vorsitzende des Fördervereins.

Verein hat OB auf Lage hingewiesen

Der Verein hat nun an Oberbürgermeister Elbers einen Brief geschrieben und auf die Dramatik der Lage hingewiesen. Der personelle Engpass im Schulgarten sei nicht mit anderen städtischen Einrichtungen vergleichbar, weil durch den Wegfall des Gärtners die Anlage grundsätzlich in ihrem Bestand gefährdet sei. Zwar unterstützten die Mitglieder des Fördervereins die Arbeit nach Kräften. Einen Gärtner könnten sie aber nicht ersetzen. Über seine Funktion als Lehrbetrieb hinaus sei der Schulgarten, der 1913 gegründet wurde, im Übrigen auch ein Gartendenkmal und ein Aushängeschild für die Stadt, das erhalten werden müsse.

Wie das Presseamt mitteilt, hat sich OB Elbers mit dem zuständigen Dezernenten Burkhard Hintzsche nun auf eine Lösung verständigt: Die Stelle des hauptamtlichen Gärtners soll zum 1. Juni neu ausgeschrieben werden. Bis er seinen Dienst antritt, dürfte es noch einen Monat dauern. Sein Einsatz sichert nicht nur den Schulgarten. Auch die Vorbereitungen für die Jubiläumsfeiern im nächsten Jahr können fortgesetzt werden. Dann soll auf der Anlage das hundertjährige Bestehen gefeiert werden.

 
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