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Düsseldorf
Neuer Radweg durch die Innenstadt

Düsseldorf: Neuer Radweg durch die Innenstadt
Radfahrer bekommen auf der Friedrichstraße - hier Höhe Kirchplatz - einen eigenen abmarkierten Radstreifen. Ebenso in Gegenrichtung auf der Elisabethstraße. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Ab September können Radler zwischen S-Bahnhof Bilk und Heinrich-Heine-Allee auf komfortablen Wegen auf der Fahrbahn fahren. Es ist ein Vorgeschmack auf die Umgestaltung von Friedrich- und Elisabethstraße ab 2018. Von Denisa Richters

Wer oft mit dem Fahrrad zwischen Innenstadt und Bilk pendelt, kann in wenigen Wochen eine neue Trasse nutzen: Bis 9. September legt die Stadt zwischen dem S-Bahnhof Bilk und der Heinrich-Heine-Allee in beide Richtungen 1,60 Meter breite Radfahrstreifen auf den Fahrbahnen an. Sie verlaufen Richtung Norden über Friedrich- und Breite Straße bis zum Opernhaus, in Gegenrichtung über Kasernen- und Elisabethstraße zum Bilker S-Bahnhof - jeweils auf zwei Kilometern Länge. Möglich wird dies, weil mit dem Start der Wehrhahn-Linie die Bahnen unterirdisch fahren und damit Platz frei wird.

"Wir wollten nicht warten, bis 2018 die komplette Umgestaltung dieser Straßen beginnt, sondern den Radfahrern jetzt schon eine gute Verbindung bieten", sagt Verkehrsdezernent Stephan Keller. Die Neugestaltung, bei der auch Bürgersteige verbreitert, die Gleise entfernt und Straßen neu gepflastert werden, ist mit 30 Millionen Euro veranschlagt. Der vorgezogene Bau der beiden Radwegeverbindungen soll 350.000 Euro kosten. Da ohnehin die alten Haltestellen rückgebaut und die Ampelanlagen angepasst werden müssten, sei dies "eine sehr wirtschaftliche Lösung", betont Andrea Blome, Leiterin des Amts für Verkehrsmanagement. Die Vorab-Radwege entsprächen in etwa dem Endzustand nach der Neugestaltung.

So soll die Elisabethstraße 2019 nach der Umgestaltung aussehen. Der Radfahrstreifen wird bereits jetzt angelegt. FOTO: Stadt

Diese Strecke soll laut Keller ein wichtiger Baustein für das geplante Radhauptnetz sein. Dabei sollen Stadtteile bezirksübergreifend verbunden werden, um ein schnelleres und sichereres Vorankommen zu ermöglichen und mehr Bürgern den Umstieg aufs Fahrrad schmackhaft zu machen. Wer auf dem neuen Radweg parkt, soll stärker ins Visier genommen werden: "Wir planen Schwerpunktkontrollen", so Keller.

In Teilen wird für den Autoverkehr auf der Strecke nur eine Spur zur Verfügung stehen. Blome geht aber nicht davon aus, dass dies zu Staus führt. "Die Leistungsfähigkeit bemisst sich an den Kreuzungen." Dort werde es Links- und Rechtsabbiegespuren geben, um Rückstaus zu vermeiden. Die Busse sollen am Kirchplatz vor dem Innenministerium einen Halt auf der Fahrbahn bekommen, keine eine eigene Bucht. Radfahrer müssten dahinter halten.

Beim Fahrrad-Club ADFC ist man zufrieden: "Dieser Radweg ist eine gute Basis, sofern die Verkehrsüberwachung auch stimmt", sagt Ernst Welski vom ADFC Düsseldorf.

Fotos: Sommerbaustellen 2016 in Düsseldorf FOTO: Stadt Düsseldorf
Quelle: RP
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