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Düsseldorf
Neuer Wettbewerb für Hauptbahnhof

Düsseldorf: Neuer Wettbewerb für Hauptbahnhof
Ortstermin vor dem Hauptbahnhof mit Bahnvorstand Ronald Pofalla (v.l.), NRW-Verkehrsminister Michael Groschek, Bahnchef Rüdiger Grube und Oberbürgermeister Thomas Geisel FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Stadt und Bahn zeigen sich entschlossen, das Umfeld der Station bald zu modernisieren - auch den Hinterausgang. Von Arne Lieb

Das Umfeld des Hauptbahnhofs soll endlich erneuert werden. Bei einem Treffen am 31. März wollen die Stadt Düsseldorf und die Deutsche Bahn dazu eine sogenannte Rahmenvereinbarung treffen. Sie soll der Startschuss für einen neuen Planungswettbewerb sein, auch die Bürger sollen in diesem Prozess ab dem kommenden Jahr mitreden.

Im Fokus steht nicht nur der Konrad-Adenauer-Platz vor dem Haupteingang des wichtigsten Verkehrsknotens der Stadt. Auch der Hintereingang zum Bertha-von-Suttner-Platz soll modernisiert werden. Darüber hinaus gibt es ein drittes gemeinsames Vorhaben, zu dem die Beteiligten nichts sagen wollen.

Möglicherweise handelt es sich um die Neubebauung des Geländes des Immermannhofes vor dem Vorplatz in Richtung Immermannstraße. Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hatte angekündigt, dass dort ein oder zwei Hochhäuser entstehen sollen und die Bahn investieren will. "Der Hauptbahnhof wird ein Leuchtturmprojekt", sagte Bahnchef Rüdiger Grube.

Die Beteiligten wollten gestern gemeinsam ein Signal setzen, dass sie einen Neustart für die seit Jahren stockenden Planungen wollen - und an einem zügigen Ergebnis interessiert sind. "Wir kommen schnell voran", sagte Bahnvorstand Ronald Pofalla. Allerdings müsse noch über Zeitplan und Kosten gesprochen werden. Unklar ist auch, wer sich an der Investition beteiligt. Das war in der Vergangenheit ein Hemmnis in dem Verfahren.

Erstmals kam Grube gestern gemeinsam mit Pofalla und weiteren Bahnspitzen zu einem Ortstermin am Bahnhof. Er schaute sich mit Verkehrsminister Michael Groschek (SPD), Oberbürgermeister Geisel und der städtischen Planungsdezernentin Cornelia Zuschke sowohl Vorplatz als auch Hintereingang an. Anschließend zog man sich zu einem Gespräch ins Bahnbüro an der Hinterseite des Bahnhofs zurück.

Bahnchef Grube kam - mit dem Auto - wegen eines Staus eine halbe Stunde zu spät und verabschiedete sich nach nur rund 30 Minuten wegen eines Anschlusstermins. Allerdings sind ohnehin zunächst die Fachabteilungen gefragt: Wie man hört, sind vor der Planung etliche Fragen zu klären. Vor allem muss beziffert werden, was der neue Vorplatz leisten muss: Durch den Umzug der Zentralbibliothek entstehen weitere Fußgängerströme, dazu kommt ein großes privates Bauprojekt in Richtung Harkortstraße. Erst wenn die Analyse vorliegt, zeigt sich der Freiraum für die Gestaltung.

Nicht zuletzt müssen sich die Beteiligten über das Geld einig werden. Die Stadt möchte auf die Imbissbuden vor dem Bahnhof verzichten, um mehr Freiraum zu erhalten. Die aber bringen der Bahn rund 400.000 Euro im Jahr. Unklar ist auch, ob der Parkplatz bleibt und wie die Zufahrt für Taxen und Fernbusse künftig gestaltet wird. All diese Fragen sollen nun zügig angegangen werden.

Quelle: RP
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