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Düsseldorf
Neues Großprojekt an der Friedrichstraße

Düsseldorf. Nach Karneval verschwindet auf der Friedrichstraße die Straßenbahn unter der Erde. Da dann die Oberfläche neu gestaltet, und der Stadtteil attraktiver wird, sind neue Immobilienprojekte programmiert. "Die Wehrhahnlinie ist eine Riesenchance für die Gegend rund um den Kirchplatz", sagt Arne Hilbert, Niederlassungsleiter von Art-Invest. Die in Düsseldorf vielfach aktive Firma hat jetzt einen großen Büroblock an der Ecke Fürstenwall/Friedrichstraße gekauft. Er wird abgerissen oder modernisiert, die Investition dürfte insgesamt bei 70 bis 80 Millionen Euro liegen. Von Uwe-Jens Ruhnau

Heute sitzen in dem Block mit 14.500 Quadratmetern Bürofläche noch Mitarbeiter des WestLB-Nachfolgeunternehmens Portigon. Der Eingang in die Hauptverwaltung liegt gleich gegenüber. Bis Ende 2016 sind die Flächen vermietet, aber da Portigon abgewickelt wird, ist der Zeitpunkt günstig, ein neues Konzept für das Areal - das Grundstück ist 3400 Quadratmeter groß - zu entwickeln. Vor allem denken die neuen Eigentümer daran, im Erdgeschoss Gastronomie oder Handel unterzubringen, die es dort heute noch nicht gibt. Die Lage im dicht besiedelten Stadtteil spricht dafür.

Hilbert prognostiziert für die Friedrichstadt einen Aufwärtstrend. "An diesem zentralen Standort ist weiteres Entwicklungspotenzial vorhanden, das wir realisieren werden", sagte er der Immobilienzeitung. Im Sommer des nächsten Jahres wolle man entscheiden, ob modernisiert oder abgerissen und neu gebaut wird. "Beides ist bei diesem Objekt möglich."

Sollte es zum Abriss kommen, bleibt jedoch eine Fassade auf jeden Fall stehen und wird in einen etwaigen Neubaukomplex integriert. Die massive Steinfassade in historisierendem Stil stehe zwar nicht unter Denkmalschutz, "ist aber sehr plastisch und macht die Immobilie besonders". In den Augen Hilberts ist sie das Alleinstellungsmerkmal, zudem beheimatete das Gebäude die Keimzelle der WestLB.

Art-Invest ist im Gespräch mit der Anliegergemeinschaft der Friedrichstraße. Das Unternehmen hat in Hamburg gute Erfahrungen mit "Business Improvement Districts" gemacht, bei denen Anlieger und Stadt die Aufwertung einer Straße gemeinsam planen und finanzieren. Ein solches Vorgehen fände man auch in Düsseldorf gut.

Art-Invest gehören in Düsseldorf die Libeskind-Bauten und der Immermann-Hof.

Quelle: RP
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