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Düsseldorf
Neues Zentrum für Jugendpsychiatrie

Düsseldorf. Die LVR-Klinik hat den 12,4 Millionen Euro teuren Neubau eröffnet. Von Semiha Ünlü

Wenn Kinder und Jugendliche psychiatrische Hilfe brauchen, ist die LVR-Klinik meist die erste Anlaufstelle in der Stadt. Doch die Räumlichkeiten auf dem großen Areal an der Bergischen Landstraße sind über die Jahrzehnte für die Arbeit mit den jungen Patienten, die zum Beispiel Depressionen, Angst- und Essstörungen oder Traumata haben, zu klein geworden und entsprechen, was zum Beispiel die Unterbringung angeht, auch oft nicht mehr dem Standard. Die räumliche Trennung der Fachabteilungen erschwerte zudem eine Zusammenarbeit. Mit Ungeduld hat man daher dem Neubau entgegengefiebert, der gestern eröffnet worden ist.

12,4 Millionen Euro hat das neue Zentrum für psychisch kranke Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 18 Jahren gekostet und bietet auf knapp 5400 Quadratmetern 52 Betten. Die Zwei-Bett-Zimmer sind hell und freundlich eingerichtet, mit eigenem WC- und Badbereich ausgestattet.

Der Neubau biete den Therapeuten nun "die notwendigen räumlichen Bedingungen für die individuelle psychiatrisch-psychotherapeutische Arbeit und die für Kinder und Jugendlichen erforderlichen Schutz- und Schonräume", sagte der Ärztliche Direktor der LVR-Klinik, Wolfgang Gaebel. Ilona Schäfer, stellvertretende Vorsitzende des zuständigen Krankenhausausschusses, wies auf die Wichtigkeit angemessener stationärer Angebote hin: "Die tagesklinische Therapie ist ein hilfreiches Angebot für bestimmte Zielgruppen, aber sie stellt keinen Ersatz für eine wohnortnahe vollstationäre Versorgung dar."

Oberbürgermeister Thomas Geisel sagte, dass die neue Klinik des Landschaftsverbandes Rheinland eine wichtige "Zuflucht" für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen und ein Beispiel für die Breite und Qualität medizinischer Angebote in der Landeshauptstadt sei.

Der Neubau ist nur ein Projekt innerhalb eines großen Umbaus der LVR-Klinik an der Bergischen Landstraße. Vor kurzem haben die Arbeiten für den Bau des Diagnose-, Therapie- und Forschungszentrums begonnen. Bis 2018, so die Planungen, sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Insgesamt werden 100 Millionen Euro investiert.

Quelle: RP
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