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Düsseldorf
Nordstern bleibt ein Problemfall für Autofahrer

Düsseldorf. Seit Jahren beschäftigt sich die Bezirksvertretung 5 mit einer Optimierung der Verkehrsflüsse am Kreuzungsbereich Nordstern. Zuletzt wurde im Februar ein Antrag der CDU verabschiedet, an der Kreuzung Niederrheinstraße/Stockumer Höfe einen zusätzlichen Blitzer für die Rotlichtüberwachung zu installieren, welcher die beiden Linksabbiegerspuren erfassen soll. Damit möchten die Politiker verhindern, dass immer wieder Autos in die schon überfüllte Kreuzung einfahren und dadurch andere Spuren unnötig blockieren. Denn besonders in den Morgenstunden ist der Nordstern oft überlastet. Dann bilden sich lange Rückstaus, deren Bewältigung viel Zeit in Anspruch nimmt. Gleichzeitig ist der Stadtteil Lohausen dann quasi von der Innenstadt abgeschnitten. Die Verwaltung lehnt solch eine Überwachung aber ab, da diese nur an Gefahrenstellen vorgenommen werden dürfte. "Gefahrenstellen sind nach dem vom Innenministerium NRW verfügten Erlass Unfallhäufungsstellen und solche Streckenabschnitte, auf denen eine erhöhte Unfallgefahr angenommen werden muss", sagt die Verwaltung. Das sei der Fall, wenn sich in unmittelbarer Nähe Schulen, Kindergärten, Spielplätze oder Seniorenheime befänden. Nach Angaben der Polizei hat sich an dem Standort in der Zeit vom 1. Januar 2014 bis zum 28. Februar 2017 lediglich ein Unfall, der auf die Missachtung des Rotlichts zurückzuführen ist, ereignet. Deshalb sei dies keine Gefahrenstelle und deshalb keine stationäre Überwachungsanlage möglich.

Mobile Überwachungen durch die Polizei, wie in der Vergangenheit mehrfach von den Politikern gefordert, wurden bislang abgelehnt, da es im Kreuzungsbereich keinen Platz für die Überwachungskräfte gebe und diese dort keine Fahrer anhalten könnten.

(brab)
 
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