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Düsseldorf-Süd
NRW-Liga: Champions sind Meister

Düsseldorf-Süd: NRW-Liga: Champions sind Meister
FOTO: Günter von Ameln (vam)
Düsseldorf-Süd. Den 9:0-Sieg über Absteiger Langenfeld fuhren die Tischtennisspieler in exakt zwei Stunden ein. Den Aufstieg in die Oberliga feierte das Team bis in die frühen Morgenstunden. Patrick Leis und Florian Wagner verstärken das Team. Von Tim Breitbach

Aberglaube ist eigentlich nicht sein Ding. Doch vor dem letzten NRW-Ligaspiel des TTC Champions gegen Absteiger TTG Langenfeld hatte TTC-Kapitän Dominik Halcour den Aufstiegssekt vergessen. Gut, dass der Vereinsvorstand, vertreten durch Schatzmeister Thorsten Dubowy, nach dem mit dem 9:0 über die Langenfelder gut gelungenen Meisterstück aushelfen konnte.

Dubowy überbrachte dem frischgebackenen NRW-Liga-Meister neben der Gratulation des Vereins auch als Dank für eine großartige Saison noch jene große Sektflasche, die für die sieben anwesenden Meisterspieler reichte, um den Aufstieg zu begießen. Und dazu gab es ein regionales Getränk, das beim anschließenden Grillabend, zu dem Teammanager Frank Müller eingeladen hatte, für bessere Verträglichkeit der Speisen gedacht war. Dass es nach dem Grillabend noch in die Altstadt ging, war selbstverständlich. Tischtennisspieler verstehen es eben, Aufstiege und Meisterschaften zu feiern. Und dass die meisten heimkamen, als es schon hell wurde, war wohl der Tatsache zu danken, dass man Angst hatte, "im dunkeln den Heimweg nicht zu finden".

Den Sieg über die Langenfelder TTG-Sechs hatten die Champions in genau zwei Stunden eingefahren und damit den Aufstieg in die Oberliga geschafft, in der die Spielleitung beim Deutschen Tischtennis Bund in Frankfurt liegt. Punktgleich (je 42:2) mit dem 1. FC Köln II, aber dank des deutlich besseren Spielverhältnisses von 196:46 gegenüber 194:71.

Vor nur 25 Zuschauern sorgten Chtchetinine/Müller, Halcour/Zlamal und Stepanek/Andreev im Doppel (je 1) sowie Weißrusslands Nationalspieler Evgueni Chtchetinine, Jaromir Zlamal, Zbynek Stepanek, Dominik Halcour, Yavor Andreev und Mike Ruf (je 1) mit 9:0 für das Meisterstück des TTC. Pech für Ex-Europameister Chtchetinine: Der hatte bereits sein zweites Einzel gewonnen, ehe Ruf sich noch den Aufstiegsmacher-Applaus mit seinem 3:1 über Christian Manzius sicherte - und so der zweite Sieg des Weißrussen nicht mehr in die Wertung kam. Noch ist die Saison aber nicht ganz beendet: Im Intercup-Viertelfinale steht noch ein Spiel an, im (unwahrscheinlichen) Siegfalle ginge es zur Endrunde nach Verona.

Nach dem Erfolg blühte so auch der Flachs. "Jetzt müsst ihr nur noch drei Spiele gewinnen", meinte ein Fan angesichts der Tatsache, dass die Champions am Sonntag im Viertelfinale des europäischen Intercups beim österreichischen Bundesligisten UTTC Oberwart antreten. Was Müller ein Lächeln ins Gesicht zauberte: "Wird der Intercup-Sieg von uns jetzt schon erwartet?", fragte er zurück und lachte: "Obwohl, das wäre eine tolles Ding."

Wer Müller kennt, weiß, dass die Planungen für die kommende Spielzeit der Champions-Ersten am Ende einer jeden Saison (fast) beendet sind. Jaromir Zlamal wechselt nach Belgien und auch Yavor Andreev, der vor allem beim TTC-Nachwuchs um Kreismeister Jan Kirschke hoch angesehen war, wird nicht mehr im Champions-Trikot aufschlagen. Für Zlamal kommt mit Patrick Leis (SSV Germania Wuppertal) ein Akteur, der vor 14 Jahren schon einmal mit Frank Müller bei TTG Weitmar-Munscheid aktiv war, Andreev wird von Ex-Jugend-Nationalspieler Florian Wagner (TTF Bönen) ersetzt. Der 22-jährige Wagner wird übrigens nach einem längeren Auslandsaufenthalt seinen Wohnsitz in Düsseldorf nehmen.

Über die Aussichten in der Oberliga befragt, meinte Müller: "Absteigen werden wir nicht, obwohl es die stärkste Oberliga wird, die es je gab." Und aufsteigen? "Mit der Mannschaft nicht. Aber wenn uns Ende Mai kurzfristig noch ein guter Mann zufliegt, dann ist vieles möglich."

Zuvor aber müssen die Champions erst einmal mithilfe von Sport- und Schulamt sowie SSB die Hallenlicht-Probleme durch Sonnen-Einstrahlung an der Buchenstraße in den Griff bekommen. Denn das Team und die Fans sind schon reif für die Oberliga.

Quelle: RP
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