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NSU-Morde
U-Ausschuss befasst sich erneut mit Fall "Corelli"

NSU-Morde: Untersuchungsausschuss befasst sich erneut mit Fall "Corelli"
Das Bild zeigt die mutmaßlichen NSU-Terroristen Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos. FOTO: dpa, Frank Doebert
Düsseldorf. Er hat möglicherweise jahrelang vom NSU gewusst: Thomas R., Neonazi aus Sachsen-Anhalt, besser bekannt als V-Mann "Corelli" des Verfassungsschutzes. Im NSU-Untersuchungsausschuss im Düsseldorfer Landtag wird seine Rolle neu beleuchtet.

Der NSU-Untersuchungsausschuss des Düsseldorfer Landtags befasst sich an diesem Donnerstag erneut mit der Rolle des mysteriösen rechtsextremen V-Manns "Corelli". Am Vormittag wurde Rechtsanwalt Jerzy Montag als Sachverständiger befragt. Er war vom Geheimdienst-Kontrollgremium des Bundestags als Sonderermittler beauftragt worden, Nachforschungen zu dem langjährigen Informanten des Bundesverfassungsschutz anzustellen.

"Corelli" gilt als einer von mehreren V-Leuten im weiteren Umfeld der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Er war am 7.
April 2014 tot in seiner Wohnung in Paderborn aufgefunden worden - zu einem Zeitpunkt, als er in einem Zeugenschutzprogramm war und eine neue Identität bekommen hatte.

Medizinische Gutachter hatten als Todesurasache einen Zuckerschock infolge einer unerkannten Diabetes-Krankheit festgestellt. Es kursierten aber auch Spekulationen, jemand könnte beim Zuckerschock nachgeholfen haben. Montag war beauftragt worden, auch Ungereimtheiten rund um den Tod des Mannes nachzugehen.

(lnw)
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