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Düsseldorf
Nur jeder vierte Betrieb der Region stellt sich digital auf

Düsseldorf. Henkel, Vodafone und Messe sind die Top-Suchbegriffe bei Stellensuchen in Düsseldorf. Von Lisa Klose

Weniger als 28 Prozent der Unternehmer in der Region bildet sich in Sachen Digitalisierung und Industrie 4.0 weiter. Dadurch liege Nordrhein-Westfalen bei Jobangeboten im Bereich "Internet der Dinge" nur auf Platz drei im Deutschlandvergleich. Gleichzeitig würden Programmierer- und IT-Kenntnisse in Zukunft immer wichtiger. Das ist die Kernaussage einer Arbeitsmarktstudie des Unternehmens Indeed, die im Rahmen der Büroeröffnung jetzt vorgestellt wurde.

Indeed ist die weltweit größte Jobbörse mit wöchentlich etwa 100.000 neuen Anzeigen und 180 Millionen Besuchern pro Monat. Durch die Analyse von Suchbegriffen kann Indeed nach eigenen Angaben Aussagen über Arbeitsmarktentwicklungen treffen.

Die in Düsseldorf am häufigsten gesuchten Begriffe sind laut Indeed "Henkel", "Vodafone", "Messe" und "Mercedes". Dank der Vielfalt großer Unternehmen kommen allein zehn Prozent aller Jobangebote Nordrhein-Westfalens aus Düsseldorf. Gleichzeitig sucht jeder Zwölfte, der die Jobbörse Indeed benutzt und aus NRW kommt, Arbeit in Düsseldorf. Auch bei Menschen in anderen Bundesländern sind Arbeitsplätze in NRW sehr beliebt. Fast jede vierte Jobsuche in NRW geht laut der Studie von Hessen aus.

Doch Herausforderungen wie der demografische Wandel oder die Energiewende gehen auch an wirtschaftlich starken Standorten nicht spurlos vorbei. In den vergangenen fünf Jahren lag das Wachstum in NRW stets unter dem bundesdeutschen Durchschnitt.

"Wie wettbewerbsfähig ein Unternehmen bleibt, hängt stark mit dem Grad der Digitalisierung zusammen", sagt der Geschäftsführer von Indeed Deutschland, Frank Hensgens.

Auch der Fachkräftemangel ist weiterhin eine Herausforderung für den Arbeitsmarkt. Die in der Region am schwierigsten zu besetzenden Stellen seien die des Handelswirts und des Immobilienberaters.

Ina Steinbach, Managerin bei Indeed Deutschland, mahnt zur Vorsicht: "Momentan ist die Nachfrage nach traditionellen Ausbildungsberufen in NRW noch sehr hoch. Dadurch fehlt der Nachwuchs im Bereich Digitaler Wandel." Bei Investitionen in diesem Sektor sei auch in NRW noch viel Luft nach oben.

Quelle: RP
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