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Düsseldorf
Off-Kultur-Szene stellt Forderungen an die Stadt

Düsseldorf: Off-Kultur-Szene stellt Forderungen an die Stadt
Künstler Hans Semmik übergibt das "Papier" als Hummer: Damit wollte er spielerisch die Forderungen an Oberbürgermeister Thomas Geisel geben. FOTO: D. Young
Düsseldorf. "Off-Kultur ist vielleicht nicht der Grund, warum man in eine Stadt zieht, aber für viele ein Grund, warum man in einer Stadt bleibt und sich dort wohlfühlt." Mit diesen Worten erklärt Axel Kopp sein Engagement für die Off-Kultur.

Dieses Jahr haben sich mehrere Vereine zusammengeschlossen, um ein Positionspapier zu erarbeiten. Es soll auf die Probleme der Szene aufmerksam machen und Lösungen offerieren. Das Papier wurde am Samstag in den Räumlichkeiten des Vereins damenundherren Oberbürgermeister Thomas Geisel überreicht.

Eine angenehme Atmosphäre durchzog die ganze Veranstaltung. Bewusst seien die Wünsche der Szene "weich gehalten" worden, erklärt Kopp. Es habe sich gezeigt, dass Geisel bisher sehr offen für Gespräche war. Der Austausch mit dem jetzigen Oberbürgermeister sei viel angenehmer als mit dessen Vorgänger, betont Kopp. Als gutes Zeichen sieht er auch, dass sowohl Mitglieder des Kulturamtes als auch des Kulturausschusses anwesend waren.

Geisel ging nicht auf alle Punkte des Papiers ein. Sinnvoll erscheine ihm aber, die Gestaltung der Fördermittel unbürokratischer zu gestalten. Damit solle der Aufwand für alle minimiert werden. Man brauche dafür ein Gremium, das über die Verteilung der Mittel entscheide. Auch gegen eine Aufstockung der Fonds hatte er nichts einzuwenden. Ein wichtiges Thema für den Oberbürgermeister ist die Forderung nach geeigneten Räumlichkeiten: "Nicht die ganze Fläche in Düsseldorf soll dem kommerziellen Diktat unterworfen werden."

Doch die Suche nach geeigneten Objekten gestalte sich schwieriger, als Geisel dachte. So hätte er sich etwa die alte Unterführung am Worringer Platz als geeignet vorstellen können. Die Sicherheits- und Brandschutzbestimmungen führen jedoch zu Problemen. Ein weiteres Hindernis sei die wachsende Intoleranz Lärm gegenüber in den Nachbarschaften. "Wir sind Großstädter", erklärt er "wer wo hinzieht, wo ein gewisser Lärmpegel herrscht, muss es hinnehmen".

Zum Abschluss bot Clara Deilmann (Grüne) vom Kulturausschuss an, sich mit den Mitgliedern des Kulturamtes und der Off-Kultur-Gruppe zusammenzusetzen, um zu sehen, was sich schnell umsetzen lasse.

(nes)
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