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Ohne Gefühl für die Gefahr

Düsseldorf. stefani.geilhausen @rheinische-post.de

In den 50er Jahren waren im Stadtverkehr in Düsseldorf noch mehr als 150 Tote im Jahr zu beklagen, heute hat sich die Zahl der Autos versechsfacht, die der tödlichen Verletzungen dagegen um mehr als 90 Prozent reduziert. Mit der statistischen Entwicklung, die vor allem auch auf der technischen Verbesserung von Fahrzeugen und Straßen beruht, scheint sich unser Bewusstsein dafür, dass der Straßenverkehr eine potenziell tödliche Angelegenheit ist, verflüchtigt zu haben.

Wahrscheinlich ist das mit ein Grund für den dramatischen Rückgang jeglicher Verkehrsmoral, der täglich auch im Stadtverkehr zu besichtigen ist. Dabei sind es weder die Auto- noch die Radfahrer oder die Fußgänger, die als Gruppe auffallen. Rücksichtslosigkeit und fehlendes Gespür für Gefahr - oder Gefährdung - ist bei allen gleichermaßen festzustellen. Das ändert sich bisweilen nach besonders tragischen Unfällen. Aber nie für lange. Daran werden wohl auch die Präventionsangebote der Polizei nichts ändern.

Quelle: RP
 
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