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Serie Macher Vom Rhein
Onkel Zoom findet die richtige Kamera

Düsseldorf. Mit ihrer Website Onkel Zoom schaffen die Gründer Thomas Etz und Sven Umlauf eine Plattform für Fotografie-Interessierte. Dabei werden Profis genauso angesprochen wie Neulinge. Von Stefanie Thrun

Das Kundenfeld ist weit: Die Gründer Thomas Etz und Sven Umlauf wollen all jene ansprechen, die sich für Fotografie interessieren. Der junge Mann zum Beispiel, der mit sieben Jahren zum ersten Mal eine Kamera in der Hand hatte und den die Begeisterung nie richtig losgelassen hat. Aber eben nicht nur. Also gründeten sie Onkel Zoom: Das Portal bietet einen Marktplatz für Foto und Video, mit einer unabhängigen und vor allem auch marktübergreifenden Kaufberatung für Produkte, Zubehör und Dienstleistungen. Ein Verfügbarkeitscheck gibt dem Kunden die Möglichkeit, im Internet zu kaufen, oder den Fachhändler um die Ecke anzusteuern.

Umfragen hätten ergeben, dass sich 58 Prozent der Leute zwar im Geschäft beraten lassen, dann jedoch im Internet kaufen, so die Unternehmer. Onkel Zoom soll nun eine qualifizierte Kaufberatung direkt online schaffen und die Kunden dann an den Fachhändler verweisen. Im ersten Schritt wird Interessierten aufgezeigt, was ihnen gefallen könnte, und dann, wo sie das Produkt in ihrer Nähe oder im Internet am schnellsten und günstigsten bekommen können. Auch Reisen, Seminare und Printempfehlungen werden auf der Plattform vorgestellt und vermittelt. "Der Onkel ist wie ein Trivago für Fotografie", so Etz. Außerdem bietet ein Online-Magazin Informationen und Tipps rund um die Fotografie. Dabei findet der Leser Artikel zu den Themen "Das richtige Objektiv" oder auch "Tierfotografie". Verschiedene Redakteure und Blogger beteiligen sich an diesem Informationsaustausch. Dabei soll auch das Thema Handyfotografie nicht zu kurz kommen, denn das sei heutzutage oft der Einstieg. Vermehrt nutzen Verbraucher ihr Handy zum Fotografieren und entwickeln so ein verstärktes Interesse.

Die erste Idee zu Onkel Zoom hatte Sven Umlauf, der als Hobbyfotograf die Lücke erkannte, die "der Onkel" nun ausfüllen soll. Und diese Lücke soll nicht nur den Käufern nutzen, auch für die Fachhändler ist etwas dabei. Geschäfte wie zum Beispiel Foto Koch auf der Schadowstraße haben sich bereits registrieren lassen und präsentieren ihr Sortiment auf der Website. So wird auch ihre Ware den Besuchern von Onkel Zoom als Kaufoption angezeigt.

Thomas Etz selbst lebt seit 15 Jahren in Düsseldorf. Ursprünglich aus München zog es ihn, wie er sagt, wegen der Liebe und dem Job in die Landeshauptstadt. Heute ist er Gründer und Mitgründer mehrerer Unternehmen, darunter seit 2013 auch "Der Onkel", wie er ihn nennt. Aber auch seine Akkus müssten ab und an aufgeladen werden, so Etz. Seine Freizeit nutzt er als Pilot oder beim Kung-Fu. Auch Golf spiele er - zwar nicht gut, aber gerne, wie er sagt.

Ihm sei besonders wichtig, dass "der Onkel" ohne Lagerdruck handeln kann, sagt der Gründer. Onkel Zoom soll also auch in Zukunft nicht selbst als Kaufplattform dienen, sondern als Vermittler. So werde es keine Waren geben, die dringend verkauft werden und die auf Teufel komm raus an den Mann gebracht werden müssten.

Momentan zählt Onkel Zoom etwa 136.000 Mitglieder. Eine Registrierung ist dabei kostenlos. In Zukunft soll es mit einer Premium- oder Premium-Plus-Mitgliedschaft jedoch auch ein weiteres Geschäftsmodell geben. Dabei seien für eine monatliche Gebühr verschiedene Zusatzleistungen geplant.

Quelle: RP
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