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Düsseldorf
Ein paar Tipps zum Open-Source-Festival

Open-Source-Festival: Ein paar Tipps für den Besuch in Düsseldorf
Death Cab for Cutie FOTO: WEA
Düsseldorf. Samstag wird die Galopprennbahn in Düsseldorf wieder zum Festivalgelände. Es spielen Death Cab for Cutie, Metronomy und Laurel Halo. Von Thomas Hag

Zum zehnten Mal können Philipp Maiburg und sein Team die Besucher morgen auf dem Festivalgelände im Grafenberger Wald begrüßen. Dabei sah es mal so aus, als würde das Open Source dieses für ein Musik-Festival schon stattliche Alter gar nicht erreichen.

Das Debüt - damals noch in Lörick - schwamm fast davon, als eine Stunde vor dem Beginn heftiger Regen einsetzte, im letzten Jahr drohten die Aufbauarbeiten im durchweichten Geläuf zu versinken. Letztlich ging es trotzdem immer gut. Auch die Stadt unterstützt das Festival. Sie hat erkannt, dass mit dem Open Source ein wichtiges Stück Düsseldorfer Kultur entstanden ist, das auch viele Gäste aus dem Ausland anzieht. Wir haben einige Tipps für den Besuch auf der Galopprennbahn.

Max Herre beim Open Source Festival 2014 in Düsseldorf FOTO: TONIGHT.de/ Janvt

Hauptbühne Mit Death Cab for Cutie kommt eine der erfolgreichsten amerikanischen Indie-Bands nach Düsseldorf. Seit 1989 gibt es die Gruppe, die sich gerade auf Festivals einen Namen gemacht hat. Ihr ziemlich düster klingender Name (auf Deutsch "Todes-Taxi für die Süße") - geht auf den gleichnamigen Song der englischen Bonzo Dog Dooh-Dah Band zurück, der im Beatles-Film "Magical Mystery Tour" zu sehen ist. Hat aber keine tiefere Bedeutung. Um 20 Uhr geht's los.

Darauf folgt der Auftritt von Metronomy um 22 Uhr. Ihre Musik ist tanzbar, elektronisch angehaucht, ein wenig Rock, ohne je rockig zu sein. Der Albumtitel "The English Riviera" sagt eigentlich alles. Sänger Joseph Mount klingt nach David Bowie und Ray Davies und über vielen Songs liegt eine gepflegte Wehmut. Ihr aktuelles Album "Love Letters" klingt retro im besten Sinne.

Das Open-Source-Festival in Düsseldorf 2013 FOTO: TONIGHT.de/Dariusz Misztal

Carhartt Stage Mit Laurel Halo wird die Bandbreite des Festivals deutlich. Treten auf der Hauptbühne die bekannteren Namen auf, finden sich auf der Carhartt Stage die Geheimtipps. Die Sängerin und Musikerin Laurel Halo aus Michigan, Ohio, schafft elektronische Soundlandschaften, die zugleich avantgardistisch und von einfacher aber erhabener Schönheit sind. Sie hat auch schon mit John Cale zusammengearbeitet. Um 20.15 Uhr beginnt ihr Auftritt.

Stefan Schwander, den Düsseldorfern als Antonelli seit den Tagen des Ego-Clubs bekannt, ist ein Stammgast auf dem Open Source Festival. Um 18 Uhr bringt er im Rahmen seines Solo-Projekts Harmonious Thelonious die Cuban Nightmare Band mit auf die Bühne. Es geht auf eine Reise in den Norden Afrikas, bei der die treibende Kraft des Technos auf afrikanische, aber auch latein-amerikanische und karibische Rhythmen trifft.

Open Source-Festival 2012 FOTO: rpo, Falk Janning

Ein anderer gerngesehener Düsseldorfer Gast ist Detlef Weinrich, der nicht nur mit Kreidler Düsseldorfs Musikgeschicke prägt. Seit zehn Jahren ist seine Heimat der Salon des Amateurs neben der Kunsthalle, in dem nach dem Ende des Open Source auch eine After-Show-Party stattfindet. Als Tolouse Low Trax hebt er dort die Grenzen zwischen DJ und Musiker auf, auf der Carhartt-Bühne gibt es diese brisante Mischung aus Minimal House und Avantgarde ab 19.15 Uhr live.

Young Talent Stage Dort treten Bands auf, deren Namen noch nicht im Umlauf sind. Ab 13 Uhr beginnt dort das Programm mit einer Soundinstallation von Axel Ganz. Bis 23 Uhr wird die Bühne bespielt.

Auch in diesem Jahr bietet das Open Source den Link zur Kunst. Schon heute lädt die Kunsthalle zur "Time Based Academy", einem Labor für Kunst und Performance. Auch hier ist die Musik dabei. Ab 21.30 Uhr unterhalten sich RP-Redakteur Philipp Holstein und Kunsthallen-Direktor Gregor Jansen über ihre Lieblingslieder und legen im Salon des Amateurs auch auf.

Während des Festivals präsentieren sich Studenten der Kunsthochschule Medien aus Köln. Hochstände, Wettbüros und weitere Orte des Festivalgeländes geben Einblicke in eine künstlerische Praxis, deren Spektrum von Videoinstallationen, Experimentalfilmen bis hin zu Klangskulpturen reicht. Und auf den Ausstellungsflächen der "open squares" präsentiert sich ein Querschnitt der Kreativwirtschaft von Designern bis Fanzine-Machern.

Informationen (Ablauf, Tickets, Anfahrt ) unter www.open-source-festival.de

Quelle: RP
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