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Veranstaltungs-Tipp
Open Source rockt auf drei Bühnen

Düsseldorf. Das zehnte Open-Source-Festival feiert mit Elektro- und Indiemusik am 27. Juni auf dem Gelände der Galopprennbahn. Mehr als 20 Bands aus Europa, und Amerika treten auf.

Auf der Hauptbühne Aus den USA kommt die Band Death Cab For Cutie. Sie gilt bei Fans als eine der besten Indie-Gruppen der vergangenen Jahre. Im Gepäck haben die Musiker ihr achtes Studioalbum "Kintsugi". Metronomy aus Großbritannien haben auf ihrem Longplayer "Love Letters" Remixe der vergangenen Jahre vereint. Mit den poppig-perlenden Songs wollen die Briten ihre Düsseldorfer Fans in gute Tanz-Laune versetzen. Lange haben die Festival-Veranstalter versucht, Kakkmaddafakka an den Rhein zu holen. Nun hat es geklappt. Die Norweger spielen beim Open Source Festival ihren bekannten Impro-Indie-Pop.

Nach 2012 ist der Düsseldorfer Sänger Stefan Honig wieder Festival-Gast. Sein aktuelles Album heißt "It's not a Hummingbird, it's your Father's Ghost". Die belgische Band Robbing Millions spannt mit ihrem Sound der neuen CD "Lonely Carnivore" einen Bogen zwischen krachigen Sound-Experimenten und schönen Pop-Klängen. Im November 2013 gründete sich die Gruppe "Sex in Paris, Texas" in Düsseldorf. Ihre erste Platte "Alles und die Tauben" enthält Songs mit deutschen Texten, die von der Suche nach Abenteuern, den Lauf der Dinge und von etwas Liebe erzählen. Auf der Carhartt Wip Stage Erst im Februar 2015 ist das Debüt-Album von "Future Brown" auf den Markt gekommen, nun stellt die US-Band die Songs in Düsseldorf vor. Der Top-Song scheint wie gemacht für das Open Source Festival: "Wanna Party!" heißt der Hit. Auch Laurel Halo kommt aus den USA. Die klassisch ausgebildete Sängerin widmet sich den rhythmisch-bassigen Sounds.

Detlef Weinrich ist in Düsseldorf besser bekannt unter dem Namen Tolouse Low Trax und spielt experimentelle Tanzmusik. Der Düsseldorfer Stefan Schwander ist schon häufig Gast gewesen beim Open Source Festival. Er präsentiert sein neues Solo-Projekt Harmonious Thelonious und holt dazu die Cuban Nightmare Band auf die Bühne. Die Gruppe verbindet Techno mit afrikanischen und latein-amerikanischen Rhythmen. Die Düsseldorfer Gruppe Ivory Clay ist durch ihren Musikfilm bekannt geworden. Auf dem Open Source Festival spielen sie die surrealen Klänge mit hypnotischen Gitarren, verträumten Gesängen und reibenden Beats live auf der Bühne. Mark Ernestus gilt bei vielen Fans als Pionier des Dubtechno. Beim Open-Source-Festival wird der Berliner die Genregrenzen zwischen Techno, Reggae, Dub und Afrobeat weiter ausloten. Auf der Young Talent Stage Aus Köln und München hat sich die Band Ray Novacane formiert. Die Lieder sind eine Mischung aus Elektro, Soul und R'n'B und klingen wie ein süßer Schmerz aus Gitarren, futuristischen Sounds und komplexen Beat-Konstrukten. Eine kraftvolle Soul-Stimme und beat-orientierter Fusion-Sound bildet die Musik von Moglebaum. Zum Open-Source-Festival passt auch die Gruppe Rats and Children. Ihre vertrackten Beats regen zum chilligen Picknick-Vergnügen vor den Bühnen an.

Sanft auch die Musik von The Tame and the Wild: Die vielfach leisen, melodiösen und poetischen Songs erzählen vom Leben, vom Meer, von den Sternen und von der Liebe. Aus Köln kommt das Postrock-Quartett Shipwrecks. Drei Songs haben die Musiker auf ihrer Debüt-CD vereint. Mit schönen Spannungsbögen und atmosphärisches Gitarrenklingeln könnte Shipswrecks für viel Aufmerksamkeit beim Open Source Festival sorgen.

Holger Lodahl

Quelle: RP
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