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Grillen am Rhein
OSD kontrolliert auf den Rheinwiesen
Grillen am Rhein: OSD kontrolliert auf den Rheinwiesen
Die Sonne lockt die Menschen an den Rhein. Manch einer nutzt die Rheinwiesen zum Grillen. FOTO: RP, Andreas Endermann
Düsseldorf. Sommerzeit ist Grillzeit. Viele Düsseldorfer nutzen dann einen Ausflug auf die Rheinwiesen, um ihren Grill aufzustellen – achtlos hinterlassene Müllhaufen sind oft das Resultat. Seit einigen Wochen ist deswegen das Ordnungsamt verstärkt am Rhein präsent.

Am vergangenen Wochenende patrouillierten etwa 30 Mitarbeiter des Ordnungs- und Service-Dienstes (OSD) durch die Rheinwiesen. „Wir wollen die Menschen vor allem für das Thema Müll sensibilisieren, so dass die Besucher verantwortungsvoll mit ihrem Abfall umgehen“, so Michael Zimmermann, Leiter des Ordnungsamtes Düsseldorf.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Probleme mit Gruppen gegeben, die nach einem Grillabend ihren Müll einfach auf den Rheinwiesen liegen ließen. Die Politik forderte vermehrte Kontrollen des OSD. Daraufhin verstärkte das Ordnungsamt seinen Einsatz. „Am vergangenen Wochenende haben wir viele Gespräche mit den Besuchern geführt, Informationen weitergegeben und Flyer verteilt“, so Zimmermann.

Das Ordnungsamt informiert in dem Flyer zum richtigen Grillen. Das ist nämlich nur dann auf den Rheinwiesen gestattet, solange man im Kiesbett seinen Grill aufstellt und brennende Materialien, wie trockene Wiesen, Bäume und Sträucher vermeidet. „Lagerfeuer sind im Landschaftsschutzgebiet gar nicht erlaubt“, ergänzt Amtsleiter Zimmermann.

Das wichtigste Ziel des Ordnungsamt ist es, die Menschen zum Nachdenken über ihr eigenes Verhalten anzuregen. Meist seien die Besucher verständnisvoll und Einsichtig, wenn sie von den Ordnungskräften angesprochen werden, so Zimmermann.

Am vergangenen Wochenende waren wegen des durchwachsenen Wetters jedoch nur wenige Besucher auf den Rheinwiesen unterwegs. Drei Schulklassen hatten dort unter anderen zusammen mit ihren Lehrern gefeiert und ihren Müll ordnungsgemäß wieder mit nach Hause genommen.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind berechtigt, die Grillenden bei Fehlverhalten zu ermahnen, das Grillen zu untersagen und sogar Bußgelder von bis zu 1000 Euro zu verhängen. „Unser Ziel ist es aber nicht, möglichst viele Bußgelder zu verteilen, sondern den Menschen ihren Spaß auf den Rheinwiesen in einer Art und Weise zu ermöglichen, in der er von allen toleriert werden kann“, sagt Michael Zimmermann.

Quelle: rl
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