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Düsseldorf
OSD: Weniger Kontrollen wegen Überstunden

Düsseldorf. Seit zwei Jahren gehen die Einsatzzahlen des Ordnungs- und Servicediensts (OSD) zurück. Das liege zum Teil am Dienstplan, der den Abbau von Überstunden vorsehe, erklärte Ordnungsdezernent Stephan Keller auf Anfrage der CDU-Fraktion im Ordnungs- und Verkehrsaussschuss. Überstunden hatten die Mitarbeiter offenbar reichlich: Ihr Abbau entspreche einem Vollzeitäquivalent von 15 Stellen.

Auch unbesetzte Stellen - derzeit sind von 159 nur 139,9 besetzt, 116 davon im Außendienst - sowie eine "nennenswerte Zahl von außen- und schichtdienstuntauglichen Mitarbeitern" hätten zum Einsatzrückgang geführt. Der Rückgang im Bereich Jugendschutz habe aber weniger mit der Zahl der Kontrollen zu tun als viel mehr damit, dass Jugendliche ihren Zigaretten-, Alkohol- oder Drogenkonsum in "geschützte private Bereiche" verlegten, so Keller.

Der Schwerpunkt des OSD liege insbesondere in der Überwachung der Einhaltung der Straßen- und der Sondernutzungsordnung. Daran werde sich auch durch die Zusammenlegung mit der Verkehrsüberwachung nichts ändern. Die Außendienste beider Dienste blieben nach wie vor getrennt. Lediglich im Verwaltungs- und Logistikbereich wolle man Synergien nutzen und dadurch sparen. Eine Vermischung der Aufgaben sei ebenso wenig vorgesehen, wie eine Angleichung der Qualifizierung oder der Vergütung.

Andreas Hartnigk (CDU) übte nach der Ausschusssitzung gestern harsche Kritik, vor allem an der Zahl der nicht besetzten Außendienststellen. "Der OSD wird brutal kaputtgespart", sagte Hartnigk und forderte die Aufstockung des Ordnungsdienstes.

(sg)
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