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Düsseldorf
Paar wegen Menschenhandels vor Gericht

Düsseldorf. Mit Verlesung der Anklage hat beim Landgericht gestern der Prozess gegen ein Paar wegen Menschenhandels, Ausbeutung und Zuhälterei begonnen. Ein angeblicher Kampfsportler (36) und seine Freundin (26) sollen mehr als drei Jahre lang vier junge Frauen mit Gewalt europaweit in Bordelle und Rotlicht-Bars vermittelt haben. Der Mann habe als so genannter Loverboy via Internet labile junge Frauen nach Düsseldorf gelockt, indem er ihnen laut Anklage vorgaukelte, eine feste Beziehung zu suchen. Schon nach wenigen Treffen seien die Opfer zur Prostitution gedrängt worden, mussten ihre gesamten Einnahmen an ihn abgeben.

Insgesamt soll er durch die Ausbeutung der Frauen mindestens 600.000 Euro eingenommen haben. Seine Beziehung zu der jetzt mitangeklagten Freundin, die ebenfalls im Rotlicht-Milieu arbeitete, habe er den Opfern verheimlicht. Die 26-Jährige soll die Opfer als Prostituierte angelernt, sie überwacht und dadurch die Zuhälterei ihres Freundes erst ermöglicht haben. Ob das Paar zu diesen Vorwürfen aussagt, ist derzeit noch offen.

(wuk)
 
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