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Düsseldorf
Pantomime Nemo gerät in Unruhen in Bangladesh

Düsseldorf. Während eines Gastspiels in Bangladesh ist Wolfgang Neuhaus alias Nemo mitten in Studentenunruhen geraten. Er war als Repräsentant des Weltverbands der Pantomimen (WMO) Gast beim "Duma Mime Festival" an der Uni von Bangladesh. "Alles lief bestens - bis in der Nacht zum Montag. Da saß ich neun Stunden lang in meinem dunklen Gästezimmer fest und fürchtete um mein Leben", schreibt der Mime. Direkt vor seinem Fenster war eine Studentendemo eskaliert. "10.000 junge Leute protestierten leider sehr gewalttätig." Die Demonstranten hatten den Campus gestürmt, das Haus des Universitäts-Vizekanzlers zerstört.

Wenige Meter entfernt saß Nemo in seinem Zimmer, ohne Telefonverbindung, tippte eine WhatsApp-Nachricht an den Präsidenten des Mimenverbands: "Hier wird geschossen." Aus Belgrad versuchte Verbandschef Marko Stojanovic zu helfen, erreichte mitten in der Nacht das Auswärtige Amt in Berlin, das wiederum die deutsche Botschaft in Dhaka kontaktierte. Am frühen Morgen ließ man von dort aus Neuhaus in ein sicheres Hotel bringen. Der Mime erholt sich jetzt zu Hause.

(sg)
 
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