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Burger-Ärger in Düsseldorf
Wir haben das "Papachos" getestet

"Papachos" in Düsseldorf: Wir haben den Burgerladen getestet
Der Classic Burger mit Pommes im "Papachos". FOTO: Judith Conrady
Düsseldorf. Kaum hatte das "Papachos" an der Hüttenstraße in Düsseldorf eröffnet, gab es auch schon einen kleinen Skandal: Der Inhaber des nahegelegenen Edel-Burgerrestaurants "Stier Royal" behauptet, die Betreiber des "Papachos" hätten seine Speisekarte dreist kopiert. Fast hätte man über all die Aufregung die wichtigste Frage vergessen können: Wie schmeckt es in dem neuen Laden eigentlich? Von Judith Conrady

Wer den Burgerladen an der Hüttenstraße 15 in Friedrichstadt betritt, merkt schnell: Eine Kopie des "Stier Royal" ist dieser Laden nicht. Das Ambiente im "Papachos" ist völlig anders als in dem Edel-Burgerrestaurant an der Bilker Zimmerstraße. Der Laden wird von einer großen Theke dominiert und wirkt eher wie ein Imbiss, die zehn Sitzplätze verteilen sich auf drei Tische im hinteren Bereich des Lokals. Ein bisschen zugig ist es im "Papachos" auch, man sollte eine Jacke mitbringen. Der Chef verspricht aber, sich darum zu kümmern, dass es demnächst wärmer wird.

Als nächstes fällt auf: Das Team im Laden ist extrem freundlich und zuvorkommend - was auch daran liegen mag, dass das Lokal an diesem Abend unter der Woche nicht gerade überfüllt ist. Wir sind die einzigen Gäste und haben das Gefühl, dass man sich überschwänglich über unseren Besuch freut. 

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Das "Papachos" hat noch ein paar Startschwierigkeiten: Zur Speisekarte gibt es mehrere Anmerkungen - die Spieße gibt es nicht mehr (dafür nun Baguettes). Die Hauslimonade ist auch noch nicht am Start, soll aber demnächst kommen. Die Zutaten dafür seien schon eingekauft.

1000 Meter Luftlinie zwischen den beiden Läden

Die Speisekarte des "Papachos" war der Anlass für einen Streit zwischen dem neuen Imbiss an der Hüttenstraße und dem inzwischen etablierten Burgerladen "Stier Royal" in Bilk. Zwischen den beiden Läden liegen rund 1000 Meter Luftlinie.

Der Chef des "Stier Royal" hatte den Inhaber des "Papachos" vorgeworfen, er habe Teile seiner Speisekarte plump kopiert - inklusive Rechtschreibfehler ("Ceasar Salad" statt "Caesar Salad"). Der "Papachos"-Chef, der im "Stier Royal" einige Monate als Küchenhilfe gearbeitet hatte, verteidigt sich mit dem Hinweis, dass es auf Rezepte ohnehin kein Patent gebe. Außerdem sei sein 17-Quadratmeter-Laden ohnehin keine Konkurrenz fürs "Stier Royal".

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Das finden wir nach unserem Besuch auch: Die Burger im "Papachos" sind in Ordnung - mit der Küche im "Stier Royal", wo man die Burger-Zubereitung schon fast zur Kunstform erhoben hat, sind sie aber nicht vergleichbar. Wir bestellen einen klassischen und einen "Mixed-Cheese"-Burger, dazu jeweils Pommes, drei verschiedene Soßen und zwei Cola und bezahlen dafür rund zwölf Euro pro Person.

Was man im "Papachos" für diesen Preis bekommt, ist ordentliche Imbiss-Küche. Die Pommes sind sehr kross (und damit Geschmackssache), aber richtig gut. Die Brötchen sind nichts Besonderes, finden wir; das Fleisch ist okay, die Soßen-Auswahl zu den Pommes ist ordentlich. Hipster-Getränke wie Lemonaid oder Fritz Kola gibt es nicht.

Wer Hunger hat und schnell satt werden will, dürfte nach einem Besuch im "Papachos" zufrieden sein. Wer Burger liebt und den Restaurantbesuch als Erlebnis sieht, ist hier eher falsch und sollte lieber eine der zahlreichen Edel-Bratereien in Düsseldorf aufsuchen (hier finden Sie eine Übersicht).

Die Food-Trends der Blogger FOTO: theunbearablelightnessofbeinghungry.com

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