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Serie Mein Laden
Passende Schuhe für die Kaiserswerther

Serie Mein Laden: Passende Schuhe für die Kaiserswerther
Evelyn Abraham (rechts) und Erika Heischkamp empfangen ihre Kunden bereits seit vielen Jahren in dem Schuhladen in Kaiserswerth. FOTO: Julia Brabeck
Düsseldorf. Monika Hornscheidt leitet das Schuhgeschäft seit 22 Jahren. In den Geschäftsräumen hängen Landschaftsbilder ihres Mannes.

Kaiserswerth (brab) Seit 1894 gibt es bereits "Hornscheidt Schuhe" in Kaiserswerth. Das Geschäft an der Ecke zum Kaiserswerther Markt wird in der dritten Generation geführt, wobei Gustav-A. Hornscheidt zwar der heutige Besitzer des Fachhandels ist, die Geschicke des Unternehmens hat er aber in die Hände seiner Frau Monika gelegt. Seit 22 Jahren ist diese mit Herz und Sachverstand als Geschäftsführerin tätig. Während Monika Hornscheidt den Schuheinzelhandel "von der Pike auf" gelernt hat, konnte sich ihr Mann damit früher nicht anfreunden. "Das war einfach nicht mein Ding", sagt Gustav-A. Hornscheidt.

Nach der Schule hätte er am liebsten Kunst studiert, denn Malen war und ist seine Profession. "Nach dem Krieg ging das aber nicht. Da ging es darum, etwas zu lernen, mit dem man seine Existenz sichern konnte." So stieg Hornscheidt in die Mineralölbranche ein, in der er bis zu seiner Pensionierung tätig war, und malte nebenher. Seine stimmungsvollen Landschaftsbilder schmücken nun die rund 90 Quadratmeter großen Geschäftsräume. Dort werden Taschen sowie Damen- und Herrenschuhe, vom Pantoffel über Sandalen bis hin zu Sportschuhen, von bekannten Markenherstellern angeboten.

Das war in den Anfangszeiten noch ganz anders, denn damals wurde die Ware noch von den Kunden bestellt und dann extra angefertigt. Zudem gab es eine florierende Orthopädiewerkstatt. Hornscheidt besitzt noch Rechnungen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. "Da hatte ein Fräulein Blumenkamp aus Kalkum zwei Paar handgefertigte Schnürstiefel bestellt und dafür sage und schreibe 12 und 13 Goldmark bezahlt. Ein stolzer Preis, wenn man bedenkt, dass damals der Monatslohn eines Lokomotivführers 30 Mark betrug", sagt Hornscheidt amüsiert.

In den letzten Jahren sei das Geschäft nicht schwieriger, aber anders geworden, auch durch die Konkurrenz über den Internethandel. Dem würde man mit einer persönlichen Beratung entgegensteuern. Ein Plus sei dabei, dass die Verkäuferinnen Evelyn Abraham und Erika Heischkamp bereits viele Jahre mitarbeiten würden. "Sie kennen den Geschmack unserer Kunden und wissen genau, welcher Schuh zu welchem Fuß passt", sagt Hornscheidt.

Quelle: RP
 
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