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Düsseldorf
Per Kurier von Mexiko nach Düsseldorf

Düsseldorf. "Das Abendmahl in Emmaus" ist das am weitesten gereiste Kunstwerk der Zurbarán-Ausstellung. Von Julia Chladek

Leihgaben aus den großen europäischen Museen oder New York sind im Museum Kunstpalast fast schon Alltag - ein Werk aus dem Museo Nacional de San Carlos in Mexiko-Stadt sei allerdings auch hier etwas Besonderes, erklärt Pressesprecherin Marina Schuster. "Das Abendmahl in Emmaus" hat damit die weiteste Anreise aller Werke der am 10. Oktober beginnenden Zurbarán-Ausstellung zurückgelegt.

Der spanische Maler Francisco de Zurbarán (1598 - 1664) ist außerhalb Spaniens dem breiten Publikum eher wenig bekannt. Zu Unrecht, findet Beat Wismer, Generaldirektor des Museums Kunstpalast und Kurator der Ausstellung: "Dass wir nach der El Greco-Ausstellung von 2012 nun diese Ausstellung zeigen können, bedeutet für mich persönlich nicht weniger als die Realisierung eines langgehegten Traums."

Um neben Zurbaráns "Heiliger Franziskus in Meditation", das zur ständigen Sammlung gehört, 71 weitere Werke aus zahlreichen internationalen Museen zeigen zu können, scheute der Kunstpalast keine Kosten und Mühen. Mehr als zwei Jahre dauerten Planung und Vorbereitung der Ausstellung, die Logistik für den Transport solcher Gemälde ist immens: In einer Klimabox, bestehend aus Spezialpapier, Schaumstoff und Luftpolsterfolie in einer Holzkiste, machte sich das Gemälde schließlich in Mexiko auf den Weg nach Deutschland. Immer begleitet von Kurieren des Museums, die vor allem beim Transport im Flugzeug darauf achteten, dass die dort wirkenden Kräfte die Leinwand nicht beschädigen konnten. Bevor "Das Abendmahl in Emmaus" nun in seiner endgültigen Position aufgehängt wird, muss es nur noch von den Experten des Restaurierungszentrums der Stadt Düsseldorf akribisch auf Transportschäden geprüft werden.

Zu sehen ist die Ausstellung "Zurbarán - Meister des Details" vom 10. Oktober 2015 bis 31. Januar 2016 im Museum Kunstpalast.

Quelle: RP
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