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Düsseldorf
Personal: Verdi und Mitarbeiter üben Kritik an Geisel

Düsseldorf. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi übt scharfe Kritik an dem von Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) angestoßenen Prozess "Verwaltung 2020", in dessen Verlauf rund 2000 von insgesamt 10.000 städtischen Stellen eingespart werden sollen. Die Stadt läute damit "die Totenglocke für viele Bürgerleistungen ein" und kreiere eine Art "Notverwaltung", sagt Gewerkschaftssekretärin Britta Wortmann. In der Belegschaft herrsche schon jetzt massive Unruhe. "Der anfangs als wohltuend empfundene frische Wind der seinerzeit neuen Stadtführung bläst den Beschäftigten nunmehr kalt ins Gesicht", meint Wortmann.

Laut Personaldezernent Andreas Meyer-Falcke haben die Ämter bislang etwa 600 Ideen präsentiert. Ein Großteil der Einsparungen könnte dadurch gelingen, dass durch technische, digitale Lösungen das händische Erledigen von Aufgaben ersetzt wird. Dabei steht man laut Meyer-Falcke auch im Austausch mit anderen Kommunen. Dies erfolge in verschiedenen Netzwerken wie dem Deutschen Städtetag. "Die Kommunen unterhalten zudem mit der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement eine Art eigene Unternehmensberatung", so der Dezernent. Dort werde Expertenwissen systematisch innerhalb der Kommunen weitergegeben. Hinzu kämen Kongresse, bei denen es regelmäßig "Best-practice"-Vergleiche gebe.

Wolfgang Hose, Vize-Vorsitzender des Personalrats, stellt sich hinter die Verdi-Kritik. In einem Gespräch mit Geisel am Donnerstag habe man darum gebeten, "stärker in die Details des bereits laufenden Prozesses einbezogen zu werden".

(dr/jj)
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