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Düsseldorf
Pfarrerin Kirsten Wolandt zieht im Sommer in den Iran

Düsseldorf. Lust aufs Ausland und das Fremde sind die Motivation für Kirsten Wolandt. Im Juli wird die 55-jährige Pfarrerin mit ihrem Mann Matthias die Kirchengemeinde in Wersten verlassen. Dann geht es nach Teheran, wo sie eine Gemeinde mit rund 60 Mitgliedern übernehmen wird. Gegründet wurde die deutsche Gemeinde dort schon 1957. Doch es gab nicht immer eine besetzte Pfarrstelle. Heute sind ihre Mitglieder Mitarbeiter der Deutschen Botschaft und der Deutschen Schule und Deutsche, die mit Iranern verheiratet sind. Gerade jetzt sei eine Zeit, in der im Iran sehr viel passiere und die mit großen Hoffnungen verbunden sei, sagt Wolandt. Sie wird hauptsächlich Ansprechpartnerin für die Deutschen vor Ort sein. 2009 reiste sie bereits in den Iran, im Frühjahr besuchte sie Teheran im Rahmen ihrer Bewerbung. "Ich finde die Frauenarbeit dort in der Gemeinde interessant. Es gibt Treffen, Andachten, ein Café und gemeinsame Essen", sagt sie. Das zweistöckige Pfarrhaus ist umgeben von Hochhäusern. "Die Kirche ist direkt gegenüber. Die Glocken dürfen nicht läuten." Von Simona Meier

In der Metropole leben acht Millionen Menschen. 96 Prozent der Menschen in Iran sind muslimischen Glaubens. Der Schleier wird auch für Wolandt Pflicht. Arme und Beine müssen mit Kleidung bedeckt sein. Problematisch ist das für sie nicht. "Ich komme auch sonst in islamischen Ländern gut zurecht." Die Pfarrerin, die vor ihrem Einsatz in Wersten bereits einige Jahre in Afrika arbeitete, liebt die Herausforderung in der Fremde. In Teheran erwartet das Ehepaar ein Pfarrhaus, in das sie erstmals ohne die Töchter ziehen. Ehemann Matthias wird weiter als Lehrer arbeiten.

Am 8. Juli gibt es einen Abschiedsgottesdienst für die Wolandts.

Quelle: RP
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