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Pferde sollen dabei bleiben

Düsseldorf. christian.herrendorf

@rheinische-post.de

Ein Brauchtumsumzug ist kein Ponyreiten. Klingt nach schlechtem Wortwitz, hat aber einen ernst gemeinten Hintergrund. Als das Ponyreiten vor zwei Jahren von der Großen Kirmes verbannt wurde, war das eine richtige Entscheidung im Sinne des Tierschutzes. Tiere den ganzen Tag bei zum Teil hohen Temperaturen stoisch im Kreis laufen zu lassen, ist mit Wissen und Gewissen im 21. Jahrhundert nicht mehr zu vereinbaren. Dass Pferde bei Umzügen mitlaufen, ist aber etwas anderes. Das ist eine Tradition für die Teilnehmer und gehört zu den schönen Erscheinungen für die Zuschauer - genauso wie der St. Martin. Kindheitserinnerungen an diese Umzüge wären wahrlich nicht dieselben, wenn der Martin Radfahren oder auf einem Holzpferd sitzen würde. Wichtig ist, dass sich Traditionen auch in der Gegenwart entwickeln können. Und genau dies geschieht bei Schützen wie Karnevalisten auf vorbildliche Weise. Beide reflektieren die Erfahrungen und Erlebnisse und haben den Schutz der Tiere sowie die Verantwortung der Reiter und der Veranstalter konsequent erhöht.

Quelle: RP
 
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