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Düsseldorf
Pfleger wegen Diebstahls bei alter Dame angeklagt

Düsseldorf. Als helfender Engel im Haushalt sollte ein Pflegedienstmitarbeiter einer 88-jährigen Frau in ihrer Derendorfer Wohnung regelmäßig zur Hand gehen. Stattdessen aber hat der 48-Jährige angeblich eine Bankkarte seines betagten Schützlings samt Geheimnummer eingesteckt und soll damit insgesamt 14.500 Euro vom Konto der Seniorin abgezweigt haben. Über die Anklage wegen Diebstahls und Computerbetruges verhandelt heute um 11.15 Uhr (Saal 1.108) das Amtsgericht.

Nach RP-Informationen könnte dem Diebstahls-Opfer ein Zeugenauftritt im Gerichtssaal erspart bleiben. Denn der bislang nicht vorbestrafte Angeklagte soll sämtliche Vorwürfe bereits gestanden haben.

Die Seniorin hatte den plötzlichen Schwund auf ihrem Konto wochenlang nicht bemerkt. Als der Angeklagte ab März 2015 als Pflegedienstmitarbeiter regelmäßig vorbeikam, schöpfte sie zunächst keinerlei Verdacht. Laut Anklage hatte der 48-Jährige allerdings schon in den ersten Tagen seiner Betreuung im Wohnzimmerschrank der alten Dame zufällig nicht nur ein Bankschreiben entdeckt, sondern außerdem eine EC-Karte auf den Namen der Rentnerin samt zugehöriger Geheim-Nummer für jenes Konto. In vierzehn Fällen soll er diese Fundstücke laut Anklage an Geldautomaten in der Nähe der Senioren-Wohnung benutzt und innerhalb von zwei Monaten jeweils tausend, bei einer letzten Abhebung 500 Euro abgehoben haben. Das erbeutete Geld habe er eingesetzt, um seine Spielsucht zu finanzieren, soll er erklärt haben, als der Schwindel aufflog. Ob der Angeklagte jemals zur Rückzahlung in der Lage sein wird, ist ungewiss.

(wuk)
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