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Flughafen Düsseldorf
PFT-Sperren sollen Grundwasser schützen

Grundwassersanierung am Flughafen
Düsseldorf. Die Grundwasser-Sanierungsanlage, die im November am Feuerlöschbecken des Flughafens in Betrieb genommen wurde, läuft besser als erwartet. "Bis heute kommt nach der Filterung ein zu 100 Prozent von PFT freies Wasser heraus", sagt Sachverständiger Harald Burmeister.

Bis Ende Mai werden zwei weitere Anlagen dieser Art an den Eintrittsstellen des Schadstoffs in Betrieb gehen, in besonders belasteten Bereichen sollen hydraulische Sperren verhindern, dass weitere Schadstoffe ins Grundwasser gelangen beziehungsweise sich das belastete Grundwasser weiter ausbreitet.

In Teilen von Lohausen, Kalkum und Kaiserswerth ist das Grundwasser so stark verunreinigt, dass seit 2013 dort verboten ist, damit Rasen- und Gartenflächen zu wässern oder es in der Landwirtschaft zu nutzen. Auch sollen keine Fische aus den Kaiserswerther Seen verzehrt werden. "Das Verbot bleibt bis 2027 bestehen. Wir werden die Notwendigkeit aber weiterhin laufend den Entwicklungen anpassen", sagt Umweltdezernentin Helga Stulgies.

Unbelastet sind Obst und Gemüse aus den betroffenen Gebieten, solange das Verbot eingehalten wird. "Das PFT befindet sich im rund sieben Meter tiefen Grundwasser und gelangt nur durch Brunnen an die Oberfläche." Schwierig wird sich die Sanierung des Bodens an den Eintrittsstellen gestalten, die in unmittelbarer Nähe der Landebahnen liegen. Im Umkreis von 150 Metern verbietet die Flugsicherung dort jegliche Gegenstände. Deshalb kann dort nur nachts Arbeitsgerät eingesetzt werden "Das macht die Arbeiten fast unmöglich", sagt Burmeister.

PFT wurde früher im Löschschaum der Feuerwehr eingesetzt, gelangte beim Flughafenbrand ins Grundwasser.

(brab)
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