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Düsseldorf
Pörner folgt auf Arndt beim Bankenverband NRW

Düsseldorf. Nach 14 Jahren wurde Bankenverbands-Geschäftsführer Josef Arndt in den Ruhestand verabschiedet. Von Thorsten Breitkopf

Vor 170 Gästen aus Wirtschaft, dem Bankenwesen, der Politik und Verbänden verabschiedete der Bankenverband Nordrhein-Westfalen jetzt seinen bisherigen Geschäftsführer Franz-Josef Arndt in den Ruhestand. "14 Jahre war er Gesicht und Stimme des privaten Bankgewerbes in Nordrhein-Westfalen, hartnäckig in der Sache, verbindlich zu seinem Wort stehend, weniger Lobbyist, sondern mehr Ratgeber", hob Martin Renker, Vorsitzender des Bankenverbandes NRW und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Deutschen Bank, in seiner Dankesrede hervor. Arndt habe den Verband durch viele Krisen geführt, dabei die Verbandsarbeit stetig den sich daraus ergebenden Veränderungen angepasst. "Das Bankgeschäft ist zyklisch und daher ständigem Wandel unterzogen; es passt sich immer den Bedürfnissen der Kunden an", sagte Renker.

Der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) ergänzte in seinem Grußwort, dass Franz-Josef Arndt und ihn "die gemeinsame Sache verband, wenn es um das Wohl und den Wohlstand des Landes ging". Er lobte ihn als "einzigartigen Netzwerker" und überreichte ihm zum Abschied sein "ganz persönliches Netzwerk": Ein Fischernetz, in das die Portraits aller Ministerpräsidenten, Wirtschafts- und Finanzminister aus der Amtszeit Arndts eingewoben sind.

Für Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes deutscher Banken (Berlin), war Franz-Josef Arndt eine seltene Mischung von Fachkompetenz als studierter Volks- und Betriebswirt mit klaren ordnungspolitischen Grundsätzen, verbunden mit den typischen Charaktereigenschaften eines Sauerländers, "der bekommt, was er will".

Mit Steffen Pörner hat sich ein Nachfolger gefunden, der viel Praxiserfahrung gesammelt hat, zuletzt neun Jahre bei HSBC Trinkaus, zuvor sieben Jahre bei der Börse Düsseldorf. Zwischen 2000 und 2007 leitete er die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Börse Düsseldorf.

Martin Renker: "Die Herausforderung für den Bankenverband und seinen neuen Geschäftsführer wird es nicht nur sein, die Regulierung der Finanzbranche und digitale Transformation zu meistern, sondern die Reputation der Banken in der Öffentlichkeit wiederherzustellen - Letzteres könnte wahrscheinlich eine Lebensaufgabe werden."

Franz-Josef Arndt führte rund 14 Jahre die Geschäfte des Bankenverbands Nordrhein-Westfalen. Der Diplom-Volkswirt war bis 1994 für den Verband deutscher Pfandbriefbanken und davor seit 1985 beim Bundesverband deutscher Banken tätig.

Der im Jahr 1907 gegründete Bankenverband Nordrhein-Westfalen ist einer von elf Landesverbänden im Bundesverband deutscher Banken. Er vertritt die Interessen von 67 Mitgliedsinstituten des privaten Bankgewerbes mit mehr als 29.000 Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen. Die Gruppe der privaten Banken besteht aus den Großbanken, Regionalbanken, Privatbankiers und Zweigstellen ausländischer Banken.

Quelle: RP
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