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Düsseldorf
Pokémon-Spieler parken Girardet-Brücke zu

Oberbürgermeister Geisel besucht Pokémon-Go-Spieler
Düsseldorf. Der Pokémon-Hype in Düsseldorf treibt immer skurrilere Blüten. In den vergangenen Tagen sollen Spieler, besonders aus Mettmann, Neuss oder Duisburg, dazu übergegangen sein, Absperrbaken beiseitezuschieben, um mit ihren Fahrzeugen mitten auf der Girardet-Brücke zu parken und dabei auch die Musikanlage im Auto aufzudrehen.

Vor allem nachts und bei Regen sei das ihm, aber auch anderen Kollegen aufgefallen, berichtet Taxifahrer Jürgen Koll, der schon bis zu sechs Autos auf der Brücke gezählt habe. Die Polizei habe das bisher noch nicht als Problem wahrgenommen, sagte eine Sprecherin am Sonntag.

Auch Mike Pernox hat das schon beobachtet, "das ist aber die absolute Ausnahme", sagt der Administrator der Facebook-Gruppe "Pokémon Go Düsseldorf", die nach seinen Angaben inzwischen bereits 3000 Mitglieder habe.

Rund um die Girardet-Brücke ist auch in den späten Abendstunden noch viel los. Einige Pokémon-Spieler sind dabei offenbar ziemlich dreist. FOTO: Jürgen Koll

Sehr viel öfter würden Spieler aber ihre Autos einfach vor der Absperrung abstellen, um ein Spielchen zu machen. Er fühle sich da schon mit verantwortlich und wirke auf die Spieler ein, das Auto besser zu Hause zu lassen. "Nicht jeder kapiert's", so Pernox.

Zuletzt hatte der 31-Jährige sich erfolgreich um zusätzliche Mülltonnen und Toiletten für die Spieler bemüht, in dieser Woche will er zudem bei der Stadt um eine Sondergenehmigung für einen Food-Truck auf der Girardet-Brücke ersuchen. "Die Spieler haben Hunger", begründet Pernox seinen Vorstoß.

Die skurrilsten Pokémon-Go-Vorfälle in NRW FOTO: Laura Ihme

Die skurrilsten Pokémon Go-Vorfälle in NRW gibt es hier.

(arc)
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