| 00.00 Uhr

Girardet-Brücke in Düsseldorf
Pokémon sollen zum Gourmet-Festival weg sein

Oberbürgermeister Geisel besucht Pokémon-Go-Spieler
Düsseldorf. Oberbürgermeister Thomas Geisel rechnet fest damit, dass Niantic, die Firma hinter dem virtuellen Spiel "Pokémon Go", der Aufforderung der Stadt folgen wird, die Hotspots von der Girardetbrücke rechtzeitig zu entfernen. Bald startet auf der Kö das Gourmet-Festival.

Diese virtuellen Punkte, die in ihrer dortigen Ballung etwas Besonderes sind, locken seit Wochen täglich Hunderte Spieler auf die Brücke an der Königsallee. Die Stadt hat das Areal wegen des Andrangs immer wieder gesperrt. "Wir waren geduldig, die Firma hat ihre Werbung gehabt, jetzt muss aber auch mal Schluss sein", sagte Geisel. Eine rechtliche Handhabe hat die Stadt wohl nicht. Der Rathaus-Chef ist aber sicher, dass "alle vernünftig sein" werden. In einigen Tagen startet auf der Kö das Gourmet-Festival. Als Alternativ-Standort für die Pokémon-Hotspots hat die Stadt den Burgplatz vorgeschlagen.

Pikachu tanzt an der Girardetbrücke in Düsseldorf

In Köln hat das Domkapitel die Abschaltung des dortigen Hotspots erreicht. Dabei half die Prominenz des Doms, aber auch der Druck durch einen Medienanwalt. Die virtuellen Viecher wurden nicht nur in der hohen Kirche angetroffen, es wurde widerrechtlich ein Bild des Doms verwendet - damit konnte eine Drohkulisse aufgebaut werden, die Niantic zum Handeln brachte.

Auch an Düsseldorfer Kirchen sind Pokémons wahrgenommen worden, etwa in Urdenbach, Rath und Vennhausen. Die Ev. Kirche sieht das aber positiv, da Jugendliche zu einer neuen Wahrnehmung ihrer Umgebung gebracht würden.

Pokémon-Jagd auf der Girardet-Brücke FOTO: Hans-Jürgen Bauer
(dr/ujr)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Girardet-Brücke in Düsseldorf: Pokémon sollen zum Gourmet-Festival weg sein


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.