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Trotz Tierschützer-Protesten
Politiker stimmen für Riesenrad an der Kö

Fotos: "Wheel of Vision" dreht sich auf dem Burgplatz
Fotos: "Wheel of Vision" dreht sich auf dem Burgplatz FOTO: dpa, Horst Ossinger
Düsseldorf. Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss der Stadt Düsseldorf hat am Mittwoch für das umstrittene Gastspiel des Riesenrads an der Kö gestimmt. Tierschützer sehen das Vorhaben weiter kritisch. 

Verwaltungsrechtlich war es nicht erforderlich, politisch aber gewünscht: Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss hat am Mittwoch als erstes politisches Gremium über den Betrieb des Riesenrades auf dem Corneliusplatz abgestimmt. Bei einer Gegenstimme (Tierschutzpartei/Freie Wähler) schlossen sich die Ausschussmitglieder der Meinung der Verwaltung an.

So schön leuchtet Düsseldorf FOTO: Bretz, Andreas

Das Riesenrad wird vom 18. Januar bis 31. März (inklusive Auf- und Abbau) am Ende der Königsallee gastieren und mit Ausnahme des Karfreitags von 10 bis 22 Uhr fahren. Anhängig ist noch eine Beschwerde der Gemeinschaft von Tierschutzpartei und Freien Wählern bei der Bezirksregierung. Dort wollen sie eine Sondersitzung des Stadtrates erwirken, die Oberbürgermeister Thomas Geisel abgelehnt hatte.

"Keine bedeutenden Auswirkungen auf die Fauna"

Der Standort des Riesenrades war ausschlaggebend für das Prozedere. Während der Burgplatz in die Zuständigkeit des Ordnungs- und Verkehrsausschusses fällt, ist eine Genehmigung für den Corneliusplatz laufendes Geschäft der Verwaltung.

Deshalb hatte der zuständige Dezernent Stephan Keller den Ausschuss zunächst auch nur über die Genehmigung informiert. Aufgrund der zahlreichen Vorwürfe von Tierschutzpartei/Freie Wähler stellte die CDU schließlich den Antrag, der Informationsvorlage ausdrücklich zuzustimmen.

Teil der Information war eine ausführliche Einschätzung des Gartenamtes. Danach sind durch das Riesenrad "keine bedeutenden Auswirkungen auf die Fauna" zu befürchten. In der Innenstadt seien ohnehin keine lichtempfindlichen Vogelarten vorhanden, Unfälle von Wasservögeln oder Halsbandsittichen während der ebenfalls lichtintensiven U-Bahn-Bauarbeiten seien nicht bekannt.

(hdf)
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