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Düsseldorf
Polizei nimmt 30 Personen vorläufig in Gewahrsam

Rosenmontagszug in Düsseldorf abgesagt
Rosenmontagszug in Düsseldorf abgesagt FOTO: dpa, kno
Düsseldorf. Es war das erwartet stressige Wochenende für die Polizei mit einem hohen Besucheraufkommen vor allem in der Altstadt. Die Polizeipräsenz wurde bereits am Freitagabend erhöht. Mehrere hundert Menschen, überwiegend junge, teils hochaggressive Männer, hielten die Polizei im Bereich des Burgplatzes und der Freitreppe in Atem.

Um kurz nach 22 Uhr schilderten zwei junge Frauen auf dem Burgplatz Polizisten, sie seien von Männern sexuell angegangen worden. Sie beschrieben die Männer als Nordafrikaner. Konkrete Verdächtige konnten im Anschluss zwar nicht ausfindig gemacht werden, die Polizei überprüfte jedoch mehrere Personen und sprach Platzverweise aus. Eine Menschenansammlung, die sich gebildet hatte, zerstreute sich daraufhin.

Im Rahmen des Nachteinsatzes von Freitag auf Samstag gab es 167 Personenüberprüfungen, 64 Platzverweise, zehn Personen wurden in Gewahrsam genommen. Zudem wurden, wie die Polizei mitteilt, mehrere Frauen sexuell beleidigt. In einigen Fällen wurden Tatverdächtige ermittelt und vorläufig in Polizeigewahrsam gebracht. Hierzu dauern die Ermittlungen noch an. Laut Polizeiangaben gab es auch Straftaten wie Taschendiebstähle und Körperverletzungen. Auf der Bolkerstraße sorgte in der Nacht zudem erneut ein kurzer Auftritt mehrerer Rocker für Unruhe.

Die Polizei verstärkte für den folgenden Abend ihre Einsatzkräfte erneut, setzte am Burgplatz auch die Lichtanlage wieder ein, um die Freitreppe und den Bereich hinter dem Burgplatz auszuleuchten. Das hatte Erfolg - zwar waren am frühen Samstagabend noch mehr junge Männer als am Vortag dort versammelt, die Situation blieb aber unter Kontrolle. Der Einsatz der mobilen Licht- und Videoüberwachungskameras dürfte in der Nachbereitung des Karnevalswochenendes zu neuen Überlegungen über eine permanente Installierung führen. Bereits am Nachmittag wurde die Ratinger Straße wegen des hohen Menschenaufkommens für den Verkehr gesperrt. Im Rahmen des Nachteinsatzes überprüfte die Polizei 186 Personen, sprach 95 Platzverweise aus und nahm 20 Personen vorläufig in Gewahrsam. Darunter waren auch einige kostümierte Jecken, denen der Alkohol jeglichen Respekt vor den Ordnungskräften genommen hatte.

(arc/sg)
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