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Düsseldorf
Polizei verfolgt Autodiebe bis nach Krefeld

Düsseldorf: Polizei verfolgt Autodiebe bis nach Krefeld
Endstation Raststätte Geismühle: Hier sprang der Autodieb aus dem noch rollenden gestohlenen Multivan und schlug sich in Richtung Meerbusch durch den Grüngürtel. FOTO: Daniel Bothe
Düsseldorf. In Urdenbach hatten die Täter einen Multivan offenbar auf Bestellung gestohlen, ließen ihn aber auf der Flucht zurück. Von Stefani Geilhausen

Die Urdenbacherin, die in der vergangenen Nacht von ihrem Balkon am Robert-Kratz-Weg drei Männer sah, die sich an einem geparkten VW-Bus zu schaffen machten, ahnte nicht, dass sie professionelle Autodiebe bei der Arbeit beobachtete. Die Polizei geht davon aus, dass das Trio aus Polen im Auftrag ebenso professioneller Hehler unterwegs war. Sie hatten sogar eine Liste dabei, auf der säuberlich verschiedene Standorte und Kennzeichen so genannter Multivans notiert waren. "Offenbar waren die in Frage kommenden Fahrzeuge bereits zuvor ausbaldowert worden", sagte Polizeisprecher Markus Niesczery. Die drei Männer haben keinen Wohnsitz in Deutschland, seien offenbar gezielt zum Autodiebstahl eingereist.

Die Frau aus Urdenbach hatte in der Nacht die Polizei alarmiert, als sie sah, wie einer der Männer in den Bus stieg, die beiden anderen in einem roten Opel Corsa davonfuhren. Die Polizei leitete die Verfolgung ein, entdeckte beide Fahrzeuge auf der A 46 in Fahrtrichtung Neuss. Im Kreuz Neuss-Süd wechselten sie auf die A 57 in Richtung Krefeld.

Den Opel Corsa stoppte die Polizei auf dem Rastplatz Morgensternsheide, nahm die beiden 31 und 35 Jahre alten Insassen fest. Ihr Komplize setzte seine Flucht mit dem gestohlenen Bus noch einige Kilometer weiter fort. Erst am Rastplatz Geismühle lenkte er den Bulli auf den Seitenstreifen, sprang aus dem Wagen, als der noch rollte, und rannte zu Fuß weiter. Vom Hubschrauber aus und mit Spürhunden suchte die Polizei, unterstützt von Beamten aus Neuss und Krefeld nach dem Flüchtigen - der aber blieb auch nach mehrstündiger Suche verschwunden. Ob die beiden Festgenommenen in Untersuchungshaft genommen werden, wird heute entschieden. Die Ermittlungen der Kripo dauern an, das Kommissariat 33 bittet Zeugen, sich unter Telefon 0211 8700 zu melden.

Am Rande des Einsatzes spielte sich ein polizeiinternes Drama ab: Einer der Diensthundeführer wurde von seinem eigenen Hund angegriffen und musste ihn erschießen. So etwas hat es bei der Hundestaffel noch nie gegeben.

Quelle: RP
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