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Düsseldorf
Polizeihund beißt Baby bei Razzia

Razzia gegen Islamisten in Düsseldorf
Razzia gegen Islamisten in Düsseldorf FOTO: Gerhard Berger
Düsseldorf. Bei der Razzia am Mittwoch gegen mutmaßliche Unterstützer der Terrororganisation IS ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Ein Polizeihund biss ein neun Monate altes Baby.

Wie das Landeskriminalamt am Donnerstagnachmittag mitteilte, trug sich der Vorfall am Mittwoch während der Durchsuchung einer Wohnung einer dreiköpfigen Familie in Düsseldorf zu. Die Einsatzkräfte drangen in die Wohnung ein und durchforsteten es mit Sprengstoffspürhunden.

Nach Beendigung der Aktion biss einer der Spürhunde das über den Boden krabbelnde neun Monate alte Baby der Familie, die sich während der Aktion in der Wohnung aufhielt. Ein Ermittler zog den Angaben zufolge den Hund zurück. Er konnte jedoch nicht verhindern, dass das Kind Verletzungen davon trug.

"Ich bedauere das Geschehen sehr und entschuldige mich bei der Familie dafür. Das hätte nicht passieren dürfen. Ich hoffe sehr, dass dem Kleinkind keine bleibenden Schäden entstanden sind. Die Umstände, die zu dieser plötzlichen Aktion des Hundes geführt haben, werden wir akribisch nachbereiten. Ich habe den Einsatzleiter vor Ort und den Diensthundeführer, die beide ebenfalls sehr betroffen waren, gebeten, sich heute bei der Familie zu entschuldigen und unser Bedauern zu übermitteln", sagt Harald Zimmer, ständiger Vertreter des Direktors des LKA NRW.

Die Durchsuchung der Wohnung war Bestandteil der großen Razzia am Mittwoch gegen die salafistisch-islamistische Szene. In Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Tönisvorst und im niedersächsischen Hildesheim hat die Polizei im Auftrag der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe Wohnungen und Geschäfte durchsucht.

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