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Düsseldorf
Polizisten in der Innenstadt testen Bodycams

Düsseldorfer Polizei testet Bodycams
Düsseldorf. Seit zwei Wochen sind Streifenpolizisten in der Düsseldorfer Innenstadt testweise mit den sogenannten Bodycams ausgerüstet. Die kleinen Kameras sollen in Gewaltsituationen deeskalierend wirken und in Streitfällen vor Gericht wichtiges Beweismaterial liefern – und so die Gewalt gegen Polizeibeamte langfristig reduzieren.

Bislang wurden die Kameras nur von Bundespolizisten in Köln und Düsseldorf eingesetzt. Jetzt sollen auch die Landespolizisten in Düsseldorf, Köln, Wuppertal, Duisburg und dem Kreis Siegen-Wittgenstein den Einsatz testen. "Ich bin froh, dass wir in Düsseldorf bei diesem Pilotprojekt dabei sind", sagte Polizeipräsident Norbert Wesseler am Freitag in Düsseldorf.

Den Düsseldorfer Polizisten stehen insgesamt 50 Kameras in der Inspektion Mitte zur Verfügung. "Das ist ein neues Instrument für die Polizei, mit dem wir umgehen müssen", sagte Wesseler. "Aber ich bin überzeugt, dass es den erhofften Mehrwert schafft."

Das Projekt soll wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden. In welchen Schichten die Kameras zum Einsatz kommen, bestimme der Forschungsaufbau, sagte der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Mitte, Polizeirat Thorsten Fleiß. Alle Einsätze stehen also schon im Vorhinein fest. "Wir wissen heute schon, in welchen Schichten die Kameras während der Pilotphase eingesetzt werden", sagte Fleiß. Das sei in etwa 50 Prozent der Einsätze der Fall. In der jeweiligen Schicht sollen alle Streifenpolizisten mit einer Kamera ausgestattet werden.

Der Einsatz der Körperkameras ist nicht unumstritten. Datenschützer fürchten einen Missbrauch. Grundlegend für die Pilotphase ist eine Änderung im Polizeigesetz des Landes (§ 15c PolG NRW).

 

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