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Düsseldorf
Poststreik-Auswirkungen sorgen für Chaos

Hintergrund: Kleine Geschichte der Deutschen Post
Hintergrund: Kleine Geschichte der Deutschen Post FOTO: AP
Düsseldorf. In Düsseldorf sind besonders viele Sendungen liegengeblieben. In Packstationen und Filialen ist teils kaum noch Platz. Von Nicole Lange

Die Erleichterung über das Ende des Poststreiks war aus Sicht vieler Düsseldorfer verfrüht: Auch in diesen Tagen sorgen die Nachwirkungen noch für größere Umwege bei der Abholung von Paketen und lange Schlangen in einigen Filialen.

Von den Problemen betroffen sind unter anderem Düsseldorfer, die sich ihre Sendungen an Packstationen schicken lassen, die derzeit teilweise massiv überfüllt sind. Die Sendungen werden in solchen Fällen normalerweise in die nächste Post-Filiale umgeleitet und können dann dort abgeholt werden. Da aber auch einige Filialen inzwischen schon an ihrer Kapazitätsgrenze sind, landen die Pakete teils in ganz anderen Stadtteilen - so mussten etwa Empfänger sowohl aus Holthausen als auch aus Flingern ihre Pakete am Konrad-Adenauer-Platz am Hauptbahnhof abholen und sich dort in entsprechend lange Warteschlangen einreihen.

"Es stimmt, dass einige Packstationen und Filialen in Düsseldorf ein Platzproblem haben", sagte Post-Sprecher Rainer Ernzer auf Nachfrage: "Daher lässt es sich nicht vermeiden, dass momentan einige Leute auch andere Filialen ansteuern müssen." Zu den überlasteten Filialen zähle unter anderem die in den Bilker Arcaden. Wie viele Standorte genau betroffen sind, konnte er nicht sagen: "Die Situation ändert sich natürlich auch von Tag zu Tag." Hintergrund der Situation ist nach Angaben des Sprechers die Tatsache, dass die Streikbeteiligung in der Landeshauptstadt besonders hoch war und hier entsprechend mehr Sendungen liegenblieben als in vielen anderen Regionen. Exakte Zahlen gibt es aber auch zu diesem Thema nicht.

Ernzer betonte, dass die Post selbst keinen Einfluss darauf hat, wie die externen Betreiber der betroffenen Ausweichfilialen - am Konrad-Adenauer-Platz ist das etwa die Postbank - mit dem erhöhten Päckchenaufkommen und den entstehenden Warteschlangen umgehen. Seiner Kenntnis nach hätten die Partner aber reagiert, um zu den Stoßzeiten - etwa mittags und nachmittags nach Feierabend - den Kundenansturm zu bewältigen. "Trotzdem lassen sich diese Spitzen natürlich nicht immer abfangen."

Quelle: RP
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