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Düsseldorf
Provisorium für Mehrgenerationenhaus

Düsseldorf. Die katholische Kirchengemeinde in Garath möchte Grundstück an SOS Kinderdorf verkaufen.

Seit Jahren sucht der Chef vom SOS Kinderdorf, Herbert Stauber, ein geeignetes Grundstück, um weiter in Garath zu expandieren. Er plant, ein weiteres Haus oder Wohnungen für SOS-Kinderdorf-Familien zu errichten. Jetzt ist er fündig geworden: an der Carl-Severing-Straße, nur wenige Meter von seinem Büro entfernt. Eigentümerin ist katholische Kirchengemeinde St. Matthäus. Seit der Fusion mit St. Nikolaus liegt das Gelände brach. "Für uns ist es nutzlos", sagt Heinz Boeken, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats. Deshalb will die Pfarre das Gelände an SOS verkaufen. "Das Geld können wir gut für den Neubau unseres Gemeindezentrums gebrauchen", sagt Boeken.

Auf dem Grundstück soll vorübergehend das Mehrgenerationenhaus Hell-Ga untergebracht werden. Die provisorische Bleibe könnte mit Containern oder in Holzständerbauweise errichtet werden. Zwar hat Hell-Ga auf dem Gelände der entwidmeten Hoffnungskirche noch ein Nutzungsrecht bis 2020, doch der neue Eigentümer, die Caritas, möchte dort ein Altenheim bauen. Je schneller, desto besser. Wenn das geplante Familienzentrum von SOS bezugsfertig ist, zieht Hell-Ga dort ein und die "temporäre Lösung" solle zurückgebaut werden, teilt die Verwaltung in einer Vorlage mit. Jetzt muss die zuständige Bezirksvertretung am Dienstag die Bauvoranfrage genehmigen. Wenn es nach dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Boeken ginge, könnte sofort nach der Zustimmung der Vertrag unterschrieben werden.

(wa.)
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