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Düsseldorf
Prozess gegen mutmaßlichen IS-Kämpfer wird fortgesetzt

Düsseldorf. Vor einem Jugendschöffengericht kommt es am Donnerstag im Düsseldorfer Amtsgericht in nicht-öffentlicher Sitzung zur Fortsetzung des Prozesses gegen einen heute 19-Jährigen, der sich bereits vor fünf Jahren dem "Islamischen Staat" (IS) angeschlossen haben soll.

Laut Anklage habe er sich schließlich 2014 in Syrien oder im Irak an der Waffe ausbilden lassen und sei mit Kampfmaterial ausgestattet worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm die "Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat" vor. Am ersten Verhandlungstag Ende Juli hatte der Angeklagte die Aussage verweigert.

Vor zwei Jahren habe der Jugendliche den Entschluss gefasst, "seine islamistischen Glaubensbrüder im Bürgerkrieg in Syrien oder im Irak kämpfend zu unterstützen und diesen zur Seite zu stehen", heißt es in der Anklageschrift. Aus diesem Grund sei er im August 2014 in die Türkei gereist und habe es mit Hilfe eines Mittelmannes geschafft, über die Stadt Gaziantep in das Bürgerkriegsgebiet zu gelangen. Dort sei es ihm gelungen, Kontakt mit einer Gruppe des IS aufzunehmen. Er habe sich an der Schusswaffe ausbilden lassen und sich zudem ein Maschinengewehr beschafft, um sich an Kampfhandlungen zu beteiligen.

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt davon, "dass die angestrebten Gewalttaten darauf ausgerichtet gewesen waren, Angehörige der staatlichen Regierungstruppen zu töten und dadurch die Sicherheit des Staates und seiner Regierungstruppen zu zerstören". Dennoch kehrte er Mitte März des vergangenen Jahres in die Türkei zurück, wurde dort festgenommen und den deutschen Behörden überstellt.

Es sind noch fünf weitere Fortsetzungstermine anberaumt.

(arc)
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