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Düsseldorf
Prozess um Brandstiftung in Oberbilk beginnt

Düsseldorf. Elf Menschen wurden am späten Abend des 11. August bei einem Feuer verletzt, 34 Bewohner des Mehrfamilienhauses zeitweilig obdachlos, weil das Gebäude nach dem Brand zunächst unbewohnbar war. Am Freitag steht der Mann vor Gericht, der das Desaster verursacht haben soll.

Der inzwischen 23-Jährige war noch während des Löscheinsatzes festgenommen worden, als er an der nahen Ellerstraße die Scheiben eines Taxis mit Pflastersteinen eingeworfen hatte. Der junge Mann ist zwar nicht in dem Haus gemeldet, soll aber in jener Nacht nicht zum ersten Mal dort geschlafen haben. In der dunklen Wohnung habe er eine Kerze angezündet, sei eingeschlafen und erst durch den Brand aufgewacht, sagte er damals aus.

Die Staatsanwaltschaft geht dagegen nicht von Fahrlässigkeit aus. Dennoch ist der 23-Jährige, der seit jener Nacht in U-Haft sitzt, aus Sicht der Anklage zumindest am Tattag nicht schuldfähig gewesen, weil er an einer Form von Schizophrenie leide. Die Staatsanwaltschaft will in einem Sicherungsverfahren vorm Landgericht seine Unterbringung erwirken. Verhandelt wird ab Freitag, 13 Uhr, vor der 20. Strafkammer (Saal E.131), eine Entscheidung wird im Mai erwartet.

(sg)
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