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Düsseldorf
Prozessbeginn um Vergewaltigung in Polizeiwache

Düsseldorf: Prozessbeginn um Vergewaltigung in Polizeiwache
Ein junger Mann beschuldigt einen Polizisten, ihn in der Oberbilker Wache sexuell genötigt zu haben. FOTO: Bußkamp, Thomas
Düsseldorf. Nur wenige Meter von seiner alten Dienststelle entfernt muss sich ab 6. Mai ein Polizeibeamter wegen ungeheuerlicher Vorwürfe vor dem Landgericht verantworten. Der zurzeit vom Dienst suspendierte, heute 58-Jährige. soll in der Wache am Oberbilker Markt einen Mann zum Oralsex gezwungen haben.

Das Opfer hatte im März vergangenen Jahres nur den Diebstahl seines Fahrrads in der mit nur einem Beamten besetzten Wache anzeigen wollen. Der Polizist, so die Anklage, habe den jungen Mann dann unter Hinweis auf ein angeblich offenes Ordnungsgeldverfahrens in einen Nebenraum geführt und dort durchsucht. Dabei soll er nicht bloß angedeutet haben.

Dass sich im Tabak des Opfers womöglich Drogen befänden – er soll auch unmissverständlich auf die Dienstwaffe an seinem Gürtel hingewiesen und von einem Haftbefehl gesprochen haben. Und er soll mit anzüglichen Bemerkungen darüber, was einem "jungen hübschen Mann im Gefängnis passieren könne, dem ohnehin bereits eingeschüchterten Opfer den Rest gegeben haben. Die bizarre Situation endete schließlich mit den sexuellen Handlungen auf der Toilette der Wache. Der junge Mann zeigte den Beamten wenig später im Polizeipräsidium an, noch am selben Abend folgte die Suspendierung.

 

(RP/ac)
 
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